Danke deinem Feind
Wer macht dich ständig platt?
Wer nimmt vor den Mund kein Blatt?
Es ist dein Feind, der macht dich satt,
setzt dich hinterrücks einfach Matt.
Musst du ihn deshalb hassen?
Du kannst es getrost lassen!
Kein Lehrmeister ist härter.
Strenger, wie dieser Wärter.
Sauge auf, wie ein Schwamm sein Wissen.
Lass ihn am Ende den Dank nicht missen.
Dieses harte Lehrstück für´s Leben,
kann dir nur dein Feind geben.
© Bernard Bonvivant
Freitag, 17. September 2010
Hoffen und Bangen
Hoffen und Bangen
Zwischen Hoffen und Bangen,
liegt allzu oft ein großes Verlangen.
Am Ende verschlingt die Gier,
die Hoffnung wie ein gefräßiges Tier.
Mit dem verbleibenden Bangen,
lässt sich nur Erfolglosigkeit fangen.
Weniger ist so betrachtet mehr,
der Wunschgedanke bleibt nicht leer.
© Bernard Bonvivant
Zwischen Hoffen und Bangen,
liegt allzu oft ein großes Verlangen.
Am Ende verschlingt die Gier,
die Hoffnung wie ein gefräßiges Tier.
Mit dem verbleibenden Bangen,
lässt sich nur Erfolglosigkeit fangen.
Weniger ist so betrachtet mehr,
der Wunschgedanke bleibt nicht leer.
© Bernard Bonvivant
Das Leid mit der Urlaubsreise
Das Leid mit der Urlaubsreise
Harry sitzt hinter seinem Schreibtisch und schaut gelangweilt in die Tageszeitung. Die Tür öffnet sich, Gernot ist aus seinem Urlaub zurück.
„Morgen, Harry.“
Der legt seine Zeitung zur Seite, sieht seinen Kollegen an.
„Morgen, Gernot.“
Er beginnt laut zu lachen. „Du siehst aus als könntest du Urlaub vertragen.“
Gernot setzt sich hinter seinen Schreibtisch und meint wenig begeistert.
„Du bist fast am Kern der Wahrheit angelangt.“
Harry klatscht in die Hände.
„Siehst du, ich erspare mir den Quatsch, bleibe auf Balkonien, da weiß ich, was ich habe.“
Gernot blickt ihn verärgert an.
„So ein Blödsinn, die Welt musst du sehen.“
Harry grinst breit.
„Ich denke du hast außer deiner all-inclusive Freizeitanlage wenig gesehen. Ich vermute du warst nicht einmal im Meer.“
Gernot schaut ihn überrascht an.
„Woher weißt du jetzt schon wieder, wie es mir ergangen ist?“
Harry lächelt immer noch. „Schau in den Spiegel, dann weißt du es.“
Gernot steht auf und geht zur Kaffeemaschine.
„Wenigstens hier ist meine Tasse sauber.“
Harry dreht sich mit samt des Drehstuhls in seine Richtung. „Ach nee! Erzähl schon, wie schlimm war es wirklich?“
Gernot schenkt sich Kaffee ein, nimmt die Tasse und setzt sich leger auf den Schreibtisch.
„Totale Scheiße wäre geprahlt, es war der Horror.“
Harry meint trocken. „Das wird teuer werden!“
„Ich Esel habe doch im Reisebüro einen Direktflug gebucht. Weißt du, was das heißt? Eine Zwischenlandung, am Ende war der ganze Flug doppelt so lange wie geplant. Rita hat nur die ganze Zeit gemault.“
Harry schaut erstaunt.
„Wieso? Ich denke Direktflug heißt nicht nur so, sondern der Flieger fliegt durch an einem Stück.“
Gernot grinst leicht. „Das habe ich auch einmal gedacht. Am meisten habe ich mich gefreut über die Hotelanlage in der Flughafennähe. Die liegt doch glatt auf der Einflugschneise des Flughafens. Weißt du, wie schön es sich anhört, ständig so ein großes Ungetüm, jaulend über den Kopf hinwegfliegend.“
Harry schweigt betroffen. Im Grunde kann einem Gernot leidtun. Fliegt mit Rita in die Karibik und dann so was.
„Das Hotel war eine Katastrophe, ein kinderfreundliches Haus, das kann wirklich so gesagt werden. Die Kleinen haben den ganzen Tag nur lauthals getobt. Am Abend dann die Alten. Allabendliche Tanzveranstaltung, gut wir wollten uns amüsieren, nur irgendwann muss der Mensch auch einmal schlafen können. Ich buche nie mehr ein freundliches zweckmäßiges Zimmer. Weißt du, wie so was aussieht? Gekalkte Wände und gekachelter Fußboden. Das ist unheimlich gemütlich.“
Harry nickt zustimmend.
„Kann dich gut verstehen. Immerhin habt ihr euch einen aufstrebenden Ort ausgesucht.“
Gernot winkt angewidert ab.
„Aufstrebend, dass ich nicht lache! Das war der reinste Baustellenslalom, überall strebten die Kräne in den Himmel. Bauarbeiter stierten hinter den Frauen her. Ein einziges Meer voller Touristen, scheint so, als hätte sich die Meute zur gleichen Zeit in der Karibik getroffen.“
Harry weiß, was ihm auf der Zunge brennt.
„Das Meer, wie war das Meer?“
Gernot steht auf, geht zum Fenster und öffnet es.
„Es war so, wie im Katalog beschrieben, naturbelassen.“
Harry kann damit nur wenig anfangen.
„Warum wart ihr dann nicht in diesen herrlichen Fluten?“
Gernot grinst breit.
„Das kann ich dir sagen, naturbelassen, heißt so ähnlich wie Müllabladeplatz.“
Harry schaut ihn entgeistert an.
„Das glaube ich dir jetzt nicht.“
„Wenn ich es dir sage, dann ist es auch so, überall lag eben Abfall herum, Treibgut, Flaschen, Plastik, eben Müll. Wie gut das meine Digitalkamera alles aufgenommen hat.“
Harry erhebt sich von seinem Bürostuhl, tritt an das Fenster, steht direkt neben Gernot.
„Ihr hattet doch einen beheizbaren Pool.“
Gernot schaut aus dem Fenster, hinunter zur Strasse.
„Das stimmt schon, beheizbar war er, nur geheizt war er nicht.“ Harry klopft ihm auf die Schultern.
„In der Karibik braucht es auch keine Heizung im Pool.“
„Na du musst es ja wissen, du warst auch schon dort. Rita war es einfach zu kalt.“
„Na dafür hattet ihr wenigstens all-inclusive.“
„Hör bloß auf! Das war der Gipfel des Verwöhnprogramms. Die all-inclusive Leutchen hatten ihren eigenen VIP Bereich. Den schlechtesten Rum, einen grottenschlechten Rotwein, das Essen war so was von fett. Ich habe doch tatsächlich in dem Urlaub fünf Kilo abgenommen.“
Die Tür zum Büro öffnet sich, hereinkommt ihre Arbeitskollegin Angelika.
„Na Gernot, wie war der Urlaub?“ Sie klopft ihm auf die Schultern.
Harry blickt sie an. „Tut mir leid, Angelika, ich habe die Taschentücher für dich vergessen.“
„Das haste doch schon letztes Jahr, langsam musst du dir was einfallen lassen. Du verdirbst mir noch die ganze Freude.“
Harry lenkt geschickt ab. „Stell dir vor, Angelika, der hat fünf Kilo abgenommen.“
Die Kollegin klatscht vor Freude in die Hände. „Das ist mehr als letztes Jahr, da hatte er noch den Dünnpfiff auf dem Rückflug.“
Gernot grinst über beide Backen.
„Das war ein Erfolgserlebnis dieses Jahr, der schlechteste Urlaub seit Langem. Du stehst hier am offenen Fenster, am ersten Arbeitstag und freust dich wie ein kleines Kind. Endlich wieder daheim, an deinem Arbeitsplatz. Da weißt du so richtig, was du vom Leben hast.“
Angelika nimmt ihn in den Arm und fragt.
„Wohin geht es denn nächstes Jahr?“
Gernot zuckt mit den Schultern.
„Das wird nun immer schwerer für uns! Rita meint, wir müssten vielleicht Mal so richtig in den Dschungel.“
Harry lacht lauthals, die Leute auf der Strasse heben die Köpfe, schauen nach oben. Er winkt ihnen gutgelaunt zu. „Weißt du was, Angelika und ich, wir werden in den nächsten Monaten eifrig Kataloge wälzen. Das wäre doch gelacht, bekämen wir nicht noch eine Steigerung hin.“
Verschwörerisch reichen sich die Drei die Hände.
Angelika meint anschließend. „Ich denke, dieses Mal schaffen wir es, den vollen Reisepreis zurückzuholen. Letztes Jahr haben wir ja nur mickrige fünfzig Prozent geschafft.“
Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany
Harry sitzt hinter seinem Schreibtisch und schaut gelangweilt in die Tageszeitung. Die Tür öffnet sich, Gernot ist aus seinem Urlaub zurück.
„Morgen, Harry.“
Der legt seine Zeitung zur Seite, sieht seinen Kollegen an.
„Morgen, Gernot.“
Er beginnt laut zu lachen. „Du siehst aus als könntest du Urlaub vertragen.“
Gernot setzt sich hinter seinen Schreibtisch und meint wenig begeistert.
„Du bist fast am Kern der Wahrheit angelangt.“
Harry klatscht in die Hände.
„Siehst du, ich erspare mir den Quatsch, bleibe auf Balkonien, da weiß ich, was ich habe.“
Gernot blickt ihn verärgert an.
„So ein Blödsinn, die Welt musst du sehen.“
Harry grinst breit.
„Ich denke du hast außer deiner all-inclusive Freizeitanlage wenig gesehen. Ich vermute du warst nicht einmal im Meer.“
Gernot schaut ihn überrascht an.
„Woher weißt du jetzt schon wieder, wie es mir ergangen ist?“
Harry lächelt immer noch. „Schau in den Spiegel, dann weißt du es.“
Gernot steht auf und geht zur Kaffeemaschine.
„Wenigstens hier ist meine Tasse sauber.“
Harry dreht sich mit samt des Drehstuhls in seine Richtung. „Ach nee! Erzähl schon, wie schlimm war es wirklich?“
Gernot schenkt sich Kaffee ein, nimmt die Tasse und setzt sich leger auf den Schreibtisch.
„Totale Scheiße wäre geprahlt, es war der Horror.“
Harry meint trocken. „Das wird teuer werden!“
„Ich Esel habe doch im Reisebüro einen Direktflug gebucht. Weißt du, was das heißt? Eine Zwischenlandung, am Ende war der ganze Flug doppelt so lange wie geplant. Rita hat nur die ganze Zeit gemault.“
Harry schaut erstaunt.
„Wieso? Ich denke Direktflug heißt nicht nur so, sondern der Flieger fliegt durch an einem Stück.“
Gernot grinst leicht. „Das habe ich auch einmal gedacht. Am meisten habe ich mich gefreut über die Hotelanlage in der Flughafennähe. Die liegt doch glatt auf der Einflugschneise des Flughafens. Weißt du, wie schön es sich anhört, ständig so ein großes Ungetüm, jaulend über den Kopf hinwegfliegend.“
Harry schweigt betroffen. Im Grunde kann einem Gernot leidtun. Fliegt mit Rita in die Karibik und dann so was.
„Das Hotel war eine Katastrophe, ein kinderfreundliches Haus, das kann wirklich so gesagt werden. Die Kleinen haben den ganzen Tag nur lauthals getobt. Am Abend dann die Alten. Allabendliche Tanzveranstaltung, gut wir wollten uns amüsieren, nur irgendwann muss der Mensch auch einmal schlafen können. Ich buche nie mehr ein freundliches zweckmäßiges Zimmer. Weißt du, wie so was aussieht? Gekalkte Wände und gekachelter Fußboden. Das ist unheimlich gemütlich.“
Harry nickt zustimmend.
„Kann dich gut verstehen. Immerhin habt ihr euch einen aufstrebenden Ort ausgesucht.“
Gernot winkt angewidert ab.
„Aufstrebend, dass ich nicht lache! Das war der reinste Baustellenslalom, überall strebten die Kräne in den Himmel. Bauarbeiter stierten hinter den Frauen her. Ein einziges Meer voller Touristen, scheint so, als hätte sich die Meute zur gleichen Zeit in der Karibik getroffen.“
Harry weiß, was ihm auf der Zunge brennt.
„Das Meer, wie war das Meer?“
Gernot steht auf, geht zum Fenster und öffnet es.
„Es war so, wie im Katalog beschrieben, naturbelassen.“
Harry kann damit nur wenig anfangen.
„Warum wart ihr dann nicht in diesen herrlichen Fluten?“
Gernot grinst breit.
„Das kann ich dir sagen, naturbelassen, heißt so ähnlich wie Müllabladeplatz.“
Harry schaut ihn entgeistert an.
„Das glaube ich dir jetzt nicht.“
„Wenn ich es dir sage, dann ist es auch so, überall lag eben Abfall herum, Treibgut, Flaschen, Plastik, eben Müll. Wie gut das meine Digitalkamera alles aufgenommen hat.“
Harry erhebt sich von seinem Bürostuhl, tritt an das Fenster, steht direkt neben Gernot.
„Ihr hattet doch einen beheizbaren Pool.“
Gernot schaut aus dem Fenster, hinunter zur Strasse.
„Das stimmt schon, beheizbar war er, nur geheizt war er nicht.“ Harry klopft ihm auf die Schultern.
„In der Karibik braucht es auch keine Heizung im Pool.“
„Na du musst es ja wissen, du warst auch schon dort. Rita war es einfach zu kalt.“
„Na dafür hattet ihr wenigstens all-inclusive.“
„Hör bloß auf! Das war der Gipfel des Verwöhnprogramms. Die all-inclusive Leutchen hatten ihren eigenen VIP Bereich. Den schlechtesten Rum, einen grottenschlechten Rotwein, das Essen war so was von fett. Ich habe doch tatsächlich in dem Urlaub fünf Kilo abgenommen.“
Die Tür zum Büro öffnet sich, hereinkommt ihre Arbeitskollegin Angelika.
„Na Gernot, wie war der Urlaub?“ Sie klopft ihm auf die Schultern.
Harry blickt sie an. „Tut mir leid, Angelika, ich habe die Taschentücher für dich vergessen.“
„Das haste doch schon letztes Jahr, langsam musst du dir was einfallen lassen. Du verdirbst mir noch die ganze Freude.“
Harry lenkt geschickt ab. „Stell dir vor, Angelika, der hat fünf Kilo abgenommen.“
Die Kollegin klatscht vor Freude in die Hände. „Das ist mehr als letztes Jahr, da hatte er noch den Dünnpfiff auf dem Rückflug.“
Gernot grinst über beide Backen.
„Das war ein Erfolgserlebnis dieses Jahr, der schlechteste Urlaub seit Langem. Du stehst hier am offenen Fenster, am ersten Arbeitstag und freust dich wie ein kleines Kind. Endlich wieder daheim, an deinem Arbeitsplatz. Da weißt du so richtig, was du vom Leben hast.“
Angelika nimmt ihn in den Arm und fragt.
„Wohin geht es denn nächstes Jahr?“
Gernot zuckt mit den Schultern.
„Das wird nun immer schwerer für uns! Rita meint, wir müssten vielleicht Mal so richtig in den Dschungel.“
Harry lacht lauthals, die Leute auf der Strasse heben die Köpfe, schauen nach oben. Er winkt ihnen gutgelaunt zu. „Weißt du was, Angelika und ich, wir werden in den nächsten Monaten eifrig Kataloge wälzen. Das wäre doch gelacht, bekämen wir nicht noch eine Steigerung hin.“
Verschwörerisch reichen sich die Drei die Hände.
Angelika meint anschließend. „Ich denke, dieses Mal schaffen wir es, den vollen Reisepreis zurückzuholen. Letztes Jahr haben wir ja nur mickrige fünfzig Prozent geschafft.“
Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany
Montag, 13. September 2010
Alzheimer
Er schlurft über das Kopfsteinpflaster der engen Gasse hinüber zu einem großen Park.
Einen Hut trägt er auf dem Kopf, einen Stock in der rechten Hand, sein Mantel steht offen.
Auf einer Parkbank setzt er sich nieder, starrt in den frühen Nachmittag. Die Welt um ihn herum ist nur noch grau. Die Pracht der Farben ist mit den Jahren vor seinen Augen verblichen. In seinem Innern herrscht die Leere.
Er weiß weder seinen Namen noch wo er wohnt. Die Krankheit hat sich langsam in seinen Körper geschlichen und ihm im Laufe der Zeit seine Eigenständigkeit geraubt.
Seine Frau hat ihn mit neunzig Jahren verlassen, stieg hinab in das Grab. Er hatte diesen Verlust nicht einmal bemerkt. Am Tag ihrer Beerdigung hat er nicht eine Träne vergossen. Warum?
Seine Gefühle waren zu Eis geworden und diese Kälte hatte sein Herz schon lange nicht mehr verspürt.
Der Sohn wurde vom Herzinfarkt aus der Blüte seines Lebens gerissen. Die Tochter hat ihn schon lange nicht mehr besucht. Sie lebt weit entfernt in einem anderen Land. Das hat er alles vergessen.
In seinem früheren Leben war er eine bekannte Persönlichkeit gewesen, jetzt ist er nur noch ein vor sich hindämmerndes Menschlein. Ohne fremde Hilfe nicht mehr fähig ein Leben zu führen. Er spürt weder Durst noch Hunger oder die daraus resultierenden Gefahren.
Die Stunden vergehen und niemand vermisst ihn.
In der Abenddämmerung kommt eine Schwester vom nahen Altenheim, sammelt ihn ein. Im Altersheim bringt sie ihn in seinen Wohnraum. Hier lebt er schon seit Jahren, nur weiß er es nicht.
An jenem Tag als die Ärzte ihm sagten er habe Alzheimer, da hat er laut gelacht. Er und Alzheimer, niemals!
Die Zeit hat dann grausam und unbarmherzig die Wahrheit an das Licht des Tages geführt.
Sein Leben verblasste vor seinen Augen und er konnte nichts dagegen tun. Sein frohes Lachen früherer Jahre erstarrte zu Eis auf seinem Gesicht.
An wirklich guten Tagen grinste er nur vor sich hin. In schlechten Zeiten neigte er plötzlich zu unkontrollierter Wut und Gewaltausbrüchen.Seine Muskulatur war immer schwächer geworden, in der Folge neigte er immer öfter zur Inkontinenz.
Die Nachtschwester schaut am späten Abend ein letztes Mal nach ihm, deckt ihn richtig zu.
In der Nacht verlässt er sein Bett, setzt sich auf seinen Sessel am Fenster, starrt hinaus in die Nacht.
Am nächsten Morgen finden sie ihn, so sitzend in seinem Sessel. Die Augen starren noch immer hinaus in die Welt, doch sehen sie nun endgültig nichts mehr.
Seine körperliche Schwäche hat zu einem Herzinfarkt geführt.
Der Tod hat ihn endlich von diesem Leben erlöst, doch innerlich gestorben war er schon viel früher.
© Bernard Bonvivant
Einen Hut trägt er auf dem Kopf, einen Stock in der rechten Hand, sein Mantel steht offen.
Auf einer Parkbank setzt er sich nieder, starrt in den frühen Nachmittag. Die Welt um ihn herum ist nur noch grau. Die Pracht der Farben ist mit den Jahren vor seinen Augen verblichen. In seinem Innern herrscht die Leere.
Er weiß weder seinen Namen noch wo er wohnt. Die Krankheit hat sich langsam in seinen Körper geschlichen und ihm im Laufe der Zeit seine Eigenständigkeit geraubt.
Seine Frau hat ihn mit neunzig Jahren verlassen, stieg hinab in das Grab. Er hatte diesen Verlust nicht einmal bemerkt. Am Tag ihrer Beerdigung hat er nicht eine Träne vergossen. Warum?
Seine Gefühle waren zu Eis geworden und diese Kälte hatte sein Herz schon lange nicht mehr verspürt.
Der Sohn wurde vom Herzinfarkt aus der Blüte seines Lebens gerissen. Die Tochter hat ihn schon lange nicht mehr besucht. Sie lebt weit entfernt in einem anderen Land. Das hat er alles vergessen.
In seinem früheren Leben war er eine bekannte Persönlichkeit gewesen, jetzt ist er nur noch ein vor sich hindämmerndes Menschlein. Ohne fremde Hilfe nicht mehr fähig ein Leben zu führen. Er spürt weder Durst noch Hunger oder die daraus resultierenden Gefahren.
Die Stunden vergehen und niemand vermisst ihn.
In der Abenddämmerung kommt eine Schwester vom nahen Altenheim, sammelt ihn ein. Im Altersheim bringt sie ihn in seinen Wohnraum. Hier lebt er schon seit Jahren, nur weiß er es nicht.
An jenem Tag als die Ärzte ihm sagten er habe Alzheimer, da hat er laut gelacht. Er und Alzheimer, niemals!
Die Zeit hat dann grausam und unbarmherzig die Wahrheit an das Licht des Tages geführt.
Sein Leben verblasste vor seinen Augen und er konnte nichts dagegen tun. Sein frohes Lachen früherer Jahre erstarrte zu Eis auf seinem Gesicht.
An wirklich guten Tagen grinste er nur vor sich hin. In schlechten Zeiten neigte er plötzlich zu unkontrollierter Wut und Gewaltausbrüchen.Seine Muskulatur war immer schwächer geworden, in der Folge neigte er immer öfter zur Inkontinenz.
Die Nachtschwester schaut am späten Abend ein letztes Mal nach ihm, deckt ihn richtig zu.
In der Nacht verlässt er sein Bett, setzt sich auf seinen Sessel am Fenster, starrt hinaus in die Nacht.
Am nächsten Morgen finden sie ihn, so sitzend in seinem Sessel. Die Augen starren noch immer hinaus in die Welt, doch sehen sie nun endgültig nichts mehr.
Seine körperliche Schwäche hat zu einem Herzinfarkt geführt.
Der Tod hat ihn endlich von diesem Leben erlöst, doch innerlich gestorben war er schon viel früher.
© Bernard Bonvivant
Sonntag, 12. September 2010
Positive Melancholie – Was ist das?
Der Begriff Melancholie leitet sich ab aus dem griechischen Wort melancholia.
Wir sprechen von einem Zustand der Schwermut und Traurigkeit. Die Seele leidet. In der heutigen Zeit ist dieses Krankheitsbild unter dem Begriff Depression definiert.
Der Begriff Melancholie hat nun sehr unterschiedliche Bedeutungen, je nachdem aus welchem Blickwinkel wir uns mit diesem Thema beschäftigen, ob aus Philosophie, Psychologie oder zum Beispiel Kunst.
Die Melancholie geht weit zurück in die Zeit des Griechen und Arztes Hippokrates von Kós. Er sah Melancholie als eine Folge einer schwarzen und verbrannten Galle, die ihren Überschuss ins menschliche Blut abgibt.
Hippokrates ordnete die Melancholie dem Temperament des Melancholikers zu. Die vier Temperamente seiner Auffassung nach bestehen aus : Melancholiker, Choleriker, Phlegmatiker, Sanguiniker.
In der Medizin ist Melancholie eine Krankheit. Eine Krankheit hat aber sicherlich keinen positiven Aspekt.
In der Psychologie ist es besonders Sigmund Freud der sich der Melancholie annimmt. Seiner Auffassung nach geht es um die Herabsetzung des Selbstwertgefühls, eine tiefe schmerzliche Verstimmung, dabei geht sowohl das Interesse an der Außenwelt als auch die Fähigkeit zu lieben verloren. Melancholiker sind demzufolge stark suizidgefährdet. Das stimmt auch wenig positiv.
In der Religion finden wir im Mittelalter die Mönchskrankheit, Acedia, die Sorglosigkeit auch bekannt als Trägheit des Herzens. Im 16. Jahrhundert wird die Melancholie zur Krankheit der Protestanten. Da mag aber wohl eher Suggestion im Spiel gewesen sein.
In der Weltliteratur hat die Melancholie einen festen Stammplatz. An dieser Stelle sei nur erwähnt, es gab und gibt, viele namhafte Dichter und Denker, die sich mit der Melancholie offenbar sehr gut verstehen. Zumindest auf dem Papier.
Warum aber sind so viele bedeutende Philosophen, Dichter und Künstler Melancholiker?
Brauchen Sie etwa die Melancholie um ihre Werke zu schaffen?
Die Melancholie ist eine Krankheit im medizinischen Sinne. Aus Sicht der Kunst betrachtet ein unverzichtbarer Stil im Ausdruck und Form. Viele bedeutende Literaturtexte wären nie entstanden. Der Einklang der Seele mit der Melancholie erst schafft Darstellungen im Holz und auf der Leinwand von dauerhafter Bedeutung, die über die Lebenszeit hinaus gereicht. Diese Räume sind normal Sterblichen eben verschlossen, dafür muss der Künstler bereit sein mit seiner Art von Melancholie zu leben.
So finden wir am Ende doch noch die positive Melancholie, die so manchen Betrachter und Leser erstaunen lässt:
Wie hat das Genie nur diese Kunst geschaffen?
Es ist der Ausdruck der Melancholie, der sich im Werk zur positiven Melancholie wandelt. Dem Künstler aber oft zu Lebzeiten ein eher schweres Los bereitet.
© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany
Wir sprechen von einem Zustand der Schwermut und Traurigkeit. Die Seele leidet. In der heutigen Zeit ist dieses Krankheitsbild unter dem Begriff Depression definiert.
Der Begriff Melancholie hat nun sehr unterschiedliche Bedeutungen, je nachdem aus welchem Blickwinkel wir uns mit diesem Thema beschäftigen, ob aus Philosophie, Psychologie oder zum Beispiel Kunst.
Die Melancholie geht weit zurück in die Zeit des Griechen und Arztes Hippokrates von Kós. Er sah Melancholie als eine Folge einer schwarzen und verbrannten Galle, die ihren Überschuss ins menschliche Blut abgibt.
Hippokrates ordnete die Melancholie dem Temperament des Melancholikers zu. Die vier Temperamente seiner Auffassung nach bestehen aus : Melancholiker, Choleriker, Phlegmatiker, Sanguiniker.
In der Medizin ist Melancholie eine Krankheit. Eine Krankheit hat aber sicherlich keinen positiven Aspekt.
In der Psychologie ist es besonders Sigmund Freud der sich der Melancholie annimmt. Seiner Auffassung nach geht es um die Herabsetzung des Selbstwertgefühls, eine tiefe schmerzliche Verstimmung, dabei geht sowohl das Interesse an der Außenwelt als auch die Fähigkeit zu lieben verloren. Melancholiker sind demzufolge stark suizidgefährdet. Das stimmt auch wenig positiv.
In der Religion finden wir im Mittelalter die Mönchskrankheit, Acedia, die Sorglosigkeit auch bekannt als Trägheit des Herzens. Im 16. Jahrhundert wird die Melancholie zur Krankheit der Protestanten. Da mag aber wohl eher Suggestion im Spiel gewesen sein.
In der Weltliteratur hat die Melancholie einen festen Stammplatz. An dieser Stelle sei nur erwähnt, es gab und gibt, viele namhafte Dichter und Denker, die sich mit der Melancholie offenbar sehr gut verstehen. Zumindest auf dem Papier.
Warum aber sind so viele bedeutende Philosophen, Dichter und Künstler Melancholiker?
Brauchen Sie etwa die Melancholie um ihre Werke zu schaffen?
Die Melancholie ist eine Krankheit im medizinischen Sinne. Aus Sicht der Kunst betrachtet ein unverzichtbarer Stil im Ausdruck und Form. Viele bedeutende Literaturtexte wären nie entstanden. Der Einklang der Seele mit der Melancholie erst schafft Darstellungen im Holz und auf der Leinwand von dauerhafter Bedeutung, die über die Lebenszeit hinaus gereicht. Diese Räume sind normal Sterblichen eben verschlossen, dafür muss der Künstler bereit sein mit seiner Art von Melancholie zu leben.
So finden wir am Ende doch noch die positive Melancholie, die so manchen Betrachter und Leser erstaunen lässt:
Wie hat das Genie nur diese Kunst geschaffen?
Es ist der Ausdruck der Melancholie, der sich im Werk zur positiven Melancholie wandelt. Dem Künstler aber oft zu Lebzeiten ein eher schweres Los bereitet.
© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany
Das Wattenmeer, Weltkulturerbe
Das Wattenmeer, Weltkulturerbe
Das Wattenmeer ist eine Landschaft im Wirkungsbereich der Gezeiten. Fast möchte man sagen, es wurde auch endlich Zeit. Zeit?
Ja, der größte Teil dieser Erde besteht aus Wassermassen und dem damit zusammenhängenden Leben. Das Wattenmeer ist eine besonders schutzbedürftige Zone, eine Naturparkfläche in der es einst nur so voll Leben strotzte. Mittlerweile ist das Leben erheblich geschrumpft.
Was geht uns das Wattenmeer an?
Es ist ein Teil dieser Welt und es steht gleichzeitig anklagend gegen den rücksichtslosen und egoistischen Menschen. Die Meere dieser Welt verkommen zu gigantischen Müllplätzen. Natürlich wird gleich argumentiert, dieser Müll schwimmt ein paar Tausendkilometer von uns entfernt.
Das stimmt bezüglich der Entfernungsangabe, die Auswirkungen dieses Treibens werden die Menschheit dennoch einholen. Immer mehr Menschen werden in den kommenden Jahrzehnten auf entsalztes Meerwasser angewiesen sein. Das ist dann ganz angenehm, wenn es angereichert ist mit Pestizide und Chemikalien. Im Geruch und Geschmack leicht an Müll erinnert.
Die Ernennung des Wattenmeeres zum Weltkulturerbe ist der Schritt in eine richtige Richtung. Einzig und allein der Mensch finde nun in den Gezeiten den Weg zu seiner Zukunft.
© Bernard Bonvivant
Das Wattenmeer ist eine Landschaft im Wirkungsbereich der Gezeiten. Fast möchte man sagen, es wurde auch endlich Zeit. Zeit?
Ja, der größte Teil dieser Erde besteht aus Wassermassen und dem damit zusammenhängenden Leben. Das Wattenmeer ist eine besonders schutzbedürftige Zone, eine Naturparkfläche in der es einst nur so voll Leben strotzte. Mittlerweile ist das Leben erheblich geschrumpft.
Was geht uns das Wattenmeer an?
Es ist ein Teil dieser Welt und es steht gleichzeitig anklagend gegen den rücksichtslosen und egoistischen Menschen. Die Meere dieser Welt verkommen zu gigantischen Müllplätzen. Natürlich wird gleich argumentiert, dieser Müll schwimmt ein paar Tausendkilometer von uns entfernt.
Das stimmt bezüglich der Entfernungsangabe, die Auswirkungen dieses Treibens werden die Menschheit dennoch einholen. Immer mehr Menschen werden in den kommenden Jahrzehnten auf entsalztes Meerwasser angewiesen sein. Das ist dann ganz angenehm, wenn es angereichert ist mit Pestizide und Chemikalien. Im Geruch und Geschmack leicht an Müll erinnert.
Die Ernennung des Wattenmeeres zum Weltkulturerbe ist der Schritt in eine richtige Richtung. Einzig und allein der Mensch finde nun in den Gezeiten den Weg zu seiner Zukunft.
© Bernard Bonvivant
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im menschlichen Dasein
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im menschlichen Dasein
Im Leben spielt die Vergangenheit keine Rolle. Was zählt ist die Gegenwart, denn nur über die Gegenwart können wir unsere Zukunft beeinflussen.
Wer aber im Geiste in der Vergangenheit weilt, der wird nie in seiner eigenen Zukunft ankommen. Er nimmt sich so selbst die Chance auf die Mitgestaltung seines Lebens.
Am Ende der Lebenszeit stellt so mancher Zeitgenosse staunend vielleicht fest: die Lebenszeit ging schnell dahin, doch worin lag des Lebens wahrer Sinn?
© Bernard Bonvivant, Schriftsteller,
Autor des Romans Das Chaos
Mittwoch, 8. September 2010
Räuber und Information
Räuber und Information
Ein Räuber naht auf leisen Sohlen,
kommt sich seine Beute holen.
In Erwartung einen dicken Fisch
findet sich ein leerer Tisch.
Reiche Leute leben hier nicht,
stellt er fest der böse Wicht.
Was hat er da im Internet gelesen?
Das war wohl die falsche Seite gewesen!
© Bernard Bonvivant
Ein Räuber naht auf leisen Sohlen,
kommt sich seine Beute holen.
In Erwartung einen dicken Fisch
findet sich ein leerer Tisch.
Reiche Leute leben hier nicht,
stellt er fest der böse Wicht.
Was hat er da im Internet gelesen?
Das war wohl die falsche Seite gewesen!
© Bernard Bonvivant
Sonntag, 5. September 2010
Die Wasserfee
Die Wasserfee
Auf einem kleinen Stein, mitten in einem Bach, saß eine schöne Fee mit langem Haar. Sie hielt es nicht lange an dem ruhigen Platz.
Die Fee wollte endlich was erleben, so zog sie an die Saar.
Bald wart ihr klar. Hier kann es nur Hochwasser geben. Soll sie etwa mittendrin leben?
Nein! Da zog es sie an die Mosel zu ihrer Freundin Rosel. Weinselig und vergnügt planschten sie in den Fluten. Es nervten leider am Uferrand die Menschenmassen. Da wollte sie die Moselgegend schnell verlassen.
Am Rhein trafen sie den Frosch Hein. Der kam von ganz weit oben im Norden her, sprach vornehm und galant von der Elbchaussee. Dem schönen Hamburger Fischmarkt und den liebenswerten Deern.
Das beeindruckte die Wasserfee sehr, da wollte sie endlich sehen das Meer.
So zogen die Wasserfee, der Hein, die Rosel und die Schwäne der Mosel gemächlich zur Nordseeküste. Oben am Wattenmeer jedoch, regierte längst schon die Meerjungfrau mit ihrer salzigen Gischt.
Die zarte Haut, der Wasserfee, vertrug leider nicht die salzige Flut, sie hing in Fetzen an ihrem Körper. Der Hein lag gelangweilt im Strandkorb und wurde immer dicker. Die Rosel kämpfte mit einem fiesen Sonnenbrand und den Schwänen gefiel mehr die Ebbe.
Da sagte die Wasserfee. „ Wisst ihr, warum ich jetzt lach? Ich gehe zurück zu meinem Bach! Ich liebe eben nur mein Süßwasser, dieses weite Meer ist nicht mein Ding. An der Saar fühle ich mich wohler. Mein kleiner Stein im Bach gehört mir ganz allein.“
So wanderten die Wasserfee und auch die Rosel von der Mosel zurück in ihre Heimat. Der dicke Hein wurde zum Mahl eines Raubvogels. Die Störche hingegen flogen weit davon in den tiefen Süden, waren nie mehr gesehen.
An schönen sonnigen Tagen sitzt auf einem Stein mitten im Bach, die Wasserfee mit ihren langen Haaren. Sie funkelt vor Glück in allen möglichen Regenbogenfarben. Wer ganz still und ruhig bleibt und genau hinschaut, der kann sie sehen und sie zwinkert einem zu, mit dem linken Auge. Sie wispert leise: „Laß dich bloß nicht nur verlocken von der Ferne, oft liegt das Beste gerade vor deiner Tür.“
© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany
Auf einem kleinen Stein, mitten in einem Bach, saß eine schöne Fee mit langem Haar. Sie hielt es nicht lange an dem ruhigen Platz.
Die Fee wollte endlich was erleben, so zog sie an die Saar.
Bald wart ihr klar. Hier kann es nur Hochwasser geben. Soll sie etwa mittendrin leben?
Nein! Da zog es sie an die Mosel zu ihrer Freundin Rosel. Weinselig und vergnügt planschten sie in den Fluten. Es nervten leider am Uferrand die Menschenmassen. Da wollte sie die Moselgegend schnell verlassen.
Am Rhein trafen sie den Frosch Hein. Der kam von ganz weit oben im Norden her, sprach vornehm und galant von der Elbchaussee. Dem schönen Hamburger Fischmarkt und den liebenswerten Deern.
Das beeindruckte die Wasserfee sehr, da wollte sie endlich sehen das Meer.
So zogen die Wasserfee, der Hein, die Rosel und die Schwäne der Mosel gemächlich zur Nordseeküste. Oben am Wattenmeer jedoch, regierte längst schon die Meerjungfrau mit ihrer salzigen Gischt.
Die zarte Haut, der Wasserfee, vertrug leider nicht die salzige Flut, sie hing in Fetzen an ihrem Körper. Der Hein lag gelangweilt im Strandkorb und wurde immer dicker. Die Rosel kämpfte mit einem fiesen Sonnenbrand und den Schwänen gefiel mehr die Ebbe.
Da sagte die Wasserfee. „ Wisst ihr, warum ich jetzt lach? Ich gehe zurück zu meinem Bach! Ich liebe eben nur mein Süßwasser, dieses weite Meer ist nicht mein Ding. An der Saar fühle ich mich wohler. Mein kleiner Stein im Bach gehört mir ganz allein.“
So wanderten die Wasserfee und auch die Rosel von der Mosel zurück in ihre Heimat. Der dicke Hein wurde zum Mahl eines Raubvogels. Die Störche hingegen flogen weit davon in den tiefen Süden, waren nie mehr gesehen.
An schönen sonnigen Tagen sitzt auf einem Stein mitten im Bach, die Wasserfee mit ihren langen Haaren. Sie funkelt vor Glück in allen möglichen Regenbogenfarben. Wer ganz still und ruhig bleibt und genau hinschaut, der kann sie sehen und sie zwinkert einem zu, mit dem linken Auge. Sie wispert leise: „Laß dich bloß nicht nur verlocken von der Ferne, oft liegt das Beste gerade vor deiner Tür.“
© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany
Den Frieden suchen und finden
Den Frieden suchen und finden
Es ist nichts im Leben so schwer wie den Frieden zu erreichen und dann die Aufgabe anzunehmen den Frieden, zu bewahren.
Das gilt für den Menschen wie auch die Gesellschaft. Der Friede beginnt aber in unserem Innern und eben nicht vor unserer Tür.
© Bernard Bonvivant
Autor des Romans « Das Chaos »
Es ist nichts im Leben so schwer wie den Frieden zu erreichen und dann die Aufgabe anzunehmen den Frieden, zu bewahren.
Das gilt für den Menschen wie auch die Gesellschaft. Der Friede beginnt aber in unserem Innern und eben nicht vor unserer Tür.
© Bernard Bonvivant
Autor des Romans « Das Chaos »
Samstag, 4. September 2010
Juden ohne Geld - (Michael Gold)
Juden ohne Geld - (Michael Gold)
Michael Gold wurde 1894 in New York geboren. Er war der Sohn jüdischer Einwanderer. Er hieß mit bürgerlichem Namen Itzok Isaac Granich.
Er entwickelte in Zeitschriften radikale politische Ansichten und begann damit die Massen aufzurufen. Gold entwickelte sich zu einem starken Gegner der Vereinigten Staaten. Er verstarb 1967.
Eines seiner interessanten Bücher war "Juden ohne Geld" erschienen1930 in Amerika und 1931 in deutscher Sprache.
Das Leben in den Zinshäusern der East-Side New Yorks war hart. Die Emigranten lebten hier und darunter waren viele Juden, die aus Europa nach Amerika gekommen waren. Die East-Side war damals das Hurenviertel der Stadt, eine einzige riesige Syphilisplantage.
In diesem Chaos herrschte der Slogan:„50 Cents die Nacht!“. Das war der Preis der Huren und mittendrin tobten die Kinder.
Es war eine schwere Zeit anständig zu sein und vor allem auch zu bleiben. Das Bild vom goldenen Land, genannt Amerika, bekommt sehr schnell klare Konturen. Die Reichen auf der einen Seite und die Masse der Armut auf der anderen Seite.
Eines sollte jeder Auswanderer bedenken, es wäre angeraten, auch die Sprache seiner neuen Heimat zu erlernen. Keine Kenntnisse in der Landessprache bedeutet meist die Chancenlosigkeit für jegliche Form des gesellschaftlichen Aufstiegs.
Warum ich über Juden ohne Geld schreibe?
Es ist nicht nur das Jahr 1930-1931 viel mehr der Inhalt. Dieses Buch hat mich fasziniert, weil ich feststelle, entweder war Michael Gold seiner Zeit voraus oder aber es hat sich wenig auf dieser Welt in den Vierteln der Armut verändert. Ich befürchte, letzteres ist die bittere Wahrheit.
© Bernard Bonvivant,
Autor des Romans "Das Chaos"
Michael Gold wurde 1894 in New York geboren. Er war der Sohn jüdischer Einwanderer. Er hieß mit bürgerlichem Namen Itzok Isaac Granich.
Er entwickelte in Zeitschriften radikale politische Ansichten und begann damit die Massen aufzurufen. Gold entwickelte sich zu einem starken Gegner der Vereinigten Staaten. Er verstarb 1967.
Eines seiner interessanten Bücher war "Juden ohne Geld" erschienen1930 in Amerika und 1931 in deutscher Sprache.
Das Leben in den Zinshäusern der East-Side New Yorks war hart. Die Emigranten lebten hier und darunter waren viele Juden, die aus Europa nach Amerika gekommen waren. Die East-Side war damals das Hurenviertel der Stadt, eine einzige riesige Syphilisplantage.
In diesem Chaos herrschte der Slogan:„50 Cents die Nacht!“. Das war der Preis der Huren und mittendrin tobten die Kinder.
Es war eine schwere Zeit anständig zu sein und vor allem auch zu bleiben. Das Bild vom goldenen Land, genannt Amerika, bekommt sehr schnell klare Konturen. Die Reichen auf der einen Seite und die Masse der Armut auf der anderen Seite.
Eines sollte jeder Auswanderer bedenken, es wäre angeraten, auch die Sprache seiner neuen Heimat zu erlernen. Keine Kenntnisse in der Landessprache bedeutet meist die Chancenlosigkeit für jegliche Form des gesellschaftlichen Aufstiegs.
Warum ich über Juden ohne Geld schreibe?
Es ist nicht nur das Jahr 1930-1931 viel mehr der Inhalt. Dieses Buch hat mich fasziniert, weil ich feststelle, entweder war Michael Gold seiner Zeit voraus oder aber es hat sich wenig auf dieser Welt in den Vierteln der Armut verändert. Ich befürchte, letzteres ist die bittere Wahrheit.
© Bernard Bonvivant,
Autor des Romans "Das Chaos"
Freitag, 3. September 2010
Da lacht das Skalpell
Da lacht das Skalpell
Eine Runderneuerung an einem Tag, No Problem, viel Fun oder auch nicht. Schlimm wird es, wenn der Ex mit der Preisgabe von Fakten droht.
Silikon ist halt eben auch nur ein Baustoff, damit kann wunderbar modelliert werden.
Natürlich hat so etwas gegebenenfalls, unter Umständen, sozusagen, eventuell, tatsächlich Nebenwirkungen und Folgen.
Hallo! Das ist doch ganz normal!
Am Ende heißt es:
„Vorsicht Nase!“
Oder
„Wegen dringender Sanierungsarbeiten bitte großzügig umgehen und nicht anfassen! Herabfallende Trümmerteile gefährden Ihre Gesundheit!“
© Bernard Bonvivant
Eine Runderneuerung an einem Tag, No Problem, viel Fun oder auch nicht. Schlimm wird es, wenn der Ex mit der Preisgabe von Fakten droht.
Silikon ist halt eben auch nur ein Baustoff, damit kann wunderbar modelliert werden.
Natürlich hat so etwas gegebenenfalls, unter Umständen, sozusagen, eventuell, tatsächlich Nebenwirkungen und Folgen.
Hallo! Das ist doch ganz normal!
Am Ende heißt es:
„Vorsicht Nase!“
Oder
„Wegen dringender Sanierungsarbeiten bitte großzügig umgehen und nicht anfassen! Herabfallende Trümmerteile gefährden Ihre Gesundheit!“
© Bernard Bonvivant
Das Bild verzecht!
Das Bild verzecht!
Haben Sie schon einmal ein Bild verzecht?
Nein! Na dann wird es aber höchste Zeit.
Wie wäre es mit einem Picasso oder Monet?
Kein Spaß, Bild mitnehmen auf Zechtour und einfach verzechen.
So einfach geht das?
Klar, mindestens Promille mäßig.
Nächsten Morgen den Eigentümer anrufen:
„Hallo! Das Bild kannst Du vergessen!Eigentlich soll es heißen:
ich habe es vergessen“
„Wo?“
„Weiß ich nicht mehr, war eine lange Nacht. Das Bild war doch wenigstens versichert?
„Ach, so! Na dann Prost!“
Wer kann schon von sich sagen:
„Ich habe in einer Nacht sieben Stellen vor dem Komma verzecht.“
Das hat doch Stil, Kult oder etwa nicht?
© Bernard Bonvivant,
Haben Sie schon einmal ein Bild verzecht?
Nein! Na dann wird es aber höchste Zeit.
Wie wäre es mit einem Picasso oder Monet?
Kein Spaß, Bild mitnehmen auf Zechtour und einfach verzechen.
So einfach geht das?
Klar, mindestens Promille mäßig.
Nächsten Morgen den Eigentümer anrufen:
„Hallo! Das Bild kannst Du vergessen!Eigentlich soll es heißen:
ich habe es vergessen“
„Wo?“
„Weiß ich nicht mehr, war eine lange Nacht. Das Bild war doch wenigstens versichert?
„Ach, so! Na dann Prost!“
Wer kann schon von sich sagen:
„Ich habe in einer Nacht sieben Stellen vor dem Komma verzecht.“
Das hat doch Stil, Kult oder etwa nicht?
© Bernard Bonvivant,
Wie aus einem Hotelzimmer eine Kapsel wird?
Wie aus einem Hotelzimmer eine Kapsel wird?
Eines Tages zerbrachen sich einige japanische Hoteliers Ihre Köpfe. Warum muss ein Hotelzimmer groß sein? Weshalb braucht es eine Ausstattung? Kommen die Leute nicht eher nur zum Schlaf vorbei. In den Ballungszentren ist Raum teuer und somit stellt sich die Frage: Wie spare ich noch mehr Raum ein?
Da kam die zündende Idee, statt eines Hotelzimmers baue man eine Kapsel, zwei Meter lang, einen Meter hoch und breit. Fertig ist der ideale Schlafort der Zukunft. Ist das etwa aus einem Hollywood Film abgekupfert? Nein! Diese Idee kommt doch aus Japan.
Die Schlafkapsel oder Hotelzimmerkapsel, egal wie das Ding heißt, ist jedenfalls der richtige Weg die Massen besser unterzubringen. Schließlich kann man jetzt neben Touristen, Geschäftsreisenden, Obdachlosen, Heimatlosen und anderen Mitgliedern der Gesellschaft billig eine Schlafstätte bieten.
Ob diese Form der nächtlichen Aufbewahrung, nun ein weltweiter Erfolg wird, hängt natürlich davon ab, wie viele Menschen Platzangst, Berührungsangst, Angst vor Schnarchern oder eben empfindliche Nasen haben. Immerhin werden die Legebatterien streng getrennt nach Geschlechtern vergeben. Ein Wermutstropfen hat die Sache wohl, das berühmte Stelldichein zweier Verliebter in einem Hotelzimmer, das wird es nicht mehr geben.
Auf der anderen Seite, leben ist Wandel und in Zeiten des Cybersex sind Hotelzimmer eben out. Zu erwähnen bleiben die absoluten Vorteile dieser Legebatterienkapseln, Pardon Schlafkapseln oder Raumsparplatz-Kapseln: Endlich erfrieren keine Obdachlosen mehr im Winter. Arbeitslose erhalten einen Kapselplatz statt eines Mietzuschusses, so werden Staatshaushalte weltweit saniert. In den Zügen der Eisenbahnen findet zwar nicht jeder Fahrgast einen Sitzplatz dafür aber in Zukunft einen Schlafplatz schon. Wartezeiten auf Flugplätzen können bequem in der Kapsel verbracht werden. Kreuzfahrten werden so preiswert wie noch nie, die teuren Kabinen werden durch Schlafkapseln ersetzt. Im Urlaub sind lästige Bettenburgen out bequem geht es jetzt in die Schlafkapsel.
Es scheint damit eine der wichtigsten Fragen der menschlichen Zukunft geklärt. Das Wort Schlafkapsel hat eine neue Wertigkeit erfahren.
© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany
Autor des Romans „Das Chaos“
Eines Tages zerbrachen sich einige japanische Hoteliers Ihre Köpfe. Warum muss ein Hotelzimmer groß sein? Weshalb braucht es eine Ausstattung? Kommen die Leute nicht eher nur zum Schlaf vorbei. In den Ballungszentren ist Raum teuer und somit stellt sich die Frage: Wie spare ich noch mehr Raum ein?
Da kam die zündende Idee, statt eines Hotelzimmers baue man eine Kapsel, zwei Meter lang, einen Meter hoch und breit. Fertig ist der ideale Schlafort der Zukunft. Ist das etwa aus einem Hollywood Film abgekupfert? Nein! Diese Idee kommt doch aus Japan.
Die Schlafkapsel oder Hotelzimmerkapsel, egal wie das Ding heißt, ist jedenfalls der richtige Weg die Massen besser unterzubringen. Schließlich kann man jetzt neben Touristen, Geschäftsreisenden, Obdachlosen, Heimatlosen und anderen Mitgliedern der Gesellschaft billig eine Schlafstätte bieten.
Ob diese Form der nächtlichen Aufbewahrung, nun ein weltweiter Erfolg wird, hängt natürlich davon ab, wie viele Menschen Platzangst, Berührungsangst, Angst vor Schnarchern oder eben empfindliche Nasen haben. Immerhin werden die Legebatterien streng getrennt nach Geschlechtern vergeben. Ein Wermutstropfen hat die Sache wohl, das berühmte Stelldichein zweier Verliebter in einem Hotelzimmer, das wird es nicht mehr geben.
Auf der anderen Seite, leben ist Wandel und in Zeiten des Cybersex sind Hotelzimmer eben out. Zu erwähnen bleiben die absoluten Vorteile dieser Legebatterienkapseln, Pardon Schlafkapseln oder Raumsparplatz-Kapseln: Endlich erfrieren keine Obdachlosen mehr im Winter. Arbeitslose erhalten einen Kapselplatz statt eines Mietzuschusses, so werden Staatshaushalte weltweit saniert. In den Zügen der Eisenbahnen findet zwar nicht jeder Fahrgast einen Sitzplatz dafür aber in Zukunft einen Schlafplatz schon. Wartezeiten auf Flugplätzen können bequem in der Kapsel verbracht werden. Kreuzfahrten werden so preiswert wie noch nie, die teuren Kabinen werden durch Schlafkapseln ersetzt. Im Urlaub sind lästige Bettenburgen out bequem geht es jetzt in die Schlafkapsel.
Es scheint damit eine der wichtigsten Fragen der menschlichen Zukunft geklärt. Das Wort Schlafkapsel hat eine neue Wertigkeit erfahren.
© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany
Autor des Romans „Das Chaos“
Mittwoch, 1. September 2010
Ich werde niemals blond!
Ich werde niemals blond!
Komm ich wieder nach Paris,
schlaf ich nicht in Hilton ein.
Pass ich auf mich auf,
wo mich mein Weg hinführt.
Sehe ich ein bisschen Koks,
denke ich, es wäre Kaugummi bloß.
Fragt mich einer: „ Ist das Deins?“
Sag ich clever: „Das ist nicht meins!“
Obwohl die Kreditkarten und die Kohle,
könnt ich gebrauchen zu meinem Wohle!
Ich bin schließlich blond nur
und ansonsten ausgestattet mit IQ pur.
© Bernard Bonvivant
Komm ich wieder nach Paris,
schlaf ich nicht in Hilton ein.
Pass ich auf mich auf,
wo mich mein Weg hinführt.
Sehe ich ein bisschen Koks,
denke ich, es wäre Kaugummi bloß.
Fragt mich einer: „ Ist das Deins?“
Sag ich clever: „Das ist nicht meins!“
Obwohl die Kreditkarten und die Kohle,
könnt ich gebrauchen zu meinem Wohle!
Ich bin schließlich blond nur
und ansonsten ausgestattet mit IQ pur.
© Bernard Bonvivant
Naht das Ende des Ostseeherings?
Einst war der Hering armer Leute Speise, dann wurde er
zur Delikatesse und bald schon könnte er Vergangenheit sein.
Laut dem Deutschen Fischereitag in München steht es um
den Bestand des Herings eher weniger gut.
Hoffen wir das Beste, für den Hering und uns,
denn Hering eingelegt schmeckt einfach nur gut.
Immerhin ist der Hering in Deutschland ein sehr
Beliebter Fisch.
Übrigens am Ende könnte es passieren, dass der Fisch am Fließband
produziert wird, aus chemisch reinen Zutaten und Geschmacksaroma.
Wohl bekommt`s !
© Bernard Bonvivant
Einst war der Hering armer Leute Speise, dann wurde er
zur Delikatesse und bald schon könnte er Vergangenheit sein.
Laut dem Deutschen Fischereitag in München steht es um
den Bestand des Herings eher weniger gut.
Hoffen wir das Beste, für den Hering und uns,
denn Hering eingelegt schmeckt einfach nur gut.
Immerhin ist der Hering in Deutschland ein sehr
Beliebter Fisch.
Übrigens am Ende könnte es passieren, dass der Fisch am Fließband
produziert wird, aus chemisch reinen Zutaten und Geschmacksaroma.
Wohl bekommt`s !
© Bernard Bonvivant
Ich hab da einen Euro
Ich hab da einen Euro
Welch Frohsinn auf der Straße.
Ein freundlicher älterer Herr,
spendabel vom Scheitel bis zur Sohle,
verschenkt an seine Mitmenschen Kohle.
Wer denkt sich dabei schon Böses?
Geld verschenken ist nicht verboten!
Einen passenden Schauplatz gefunden,
den Euro in Frohsinn gebunden,
seines Lebens sich auf seine Weise erfreut.
© Bernard Bonvivant
Welch Frohsinn auf der Straße.
Ein freundlicher älterer Herr,
spendabel vom Scheitel bis zur Sohle,
verschenkt an seine Mitmenschen Kohle.
Wer denkt sich dabei schon Böses?
Geld verschenken ist nicht verboten!
Einen passenden Schauplatz gefunden,
den Euro in Frohsinn gebunden,
seines Lebens sich auf seine Weise erfreut.
© Bernard Bonvivant
Die fünf beliebtesten Pilze
Die fünf beliebtesten Pilze
Die fünf beliebtesten Speisepilze sind:
Fichtensteinpilz, Pfifferling, Maronenröhrling,
Wiesenchampignon und Stockschwämmchen.
Äh! Da fehlt doch noch einer…. ?
Richtig!
Der berühmteste ist der Fliegenpilz, deshalb
Kommt er auch nicht auf den Speiseplan.
© Bernard Bonvivant
Die fünf beliebtesten Speisepilze sind:
Fichtensteinpilz, Pfifferling, Maronenröhrling,
Wiesenchampignon und Stockschwämmchen.
Äh! Da fehlt doch noch einer…. ?
Richtig!
Der berühmteste ist der Fliegenpilz, deshalb
Kommt er auch nicht auf den Speiseplan.
© Bernard Bonvivant
Dienstag, 31. August 2010
Warum bist Du gegangen?
Warum bist Du gegangen?
Mein Herz es ruft nach Dir,
ein tiefer Schmerz in mir.
Meine Geliebte, mein Traum,
so vieler Tage und Nächte.
Warum bist Du gegangen?
Mein Weg ist ohne Ziel,
die Augen voller Tränen.
Mann weint nicht, niemals!
Wäre es doch nur so einfach,
dann stände ich im Leben.
Du blühende Blume, betörende Seele,
mitten im Alltag gepflückt.
Wie sehr ich Dich doch vermisse!
Ich stehe alleine an Deinem Grabe,
ein Leben ohne Dich, das geht nicht!
© Bernard Bonvivant
Mein Herz es ruft nach Dir,
ein tiefer Schmerz in mir.
Meine Geliebte, mein Traum,
so vieler Tage und Nächte.
Warum bist Du gegangen?
Mein Weg ist ohne Ziel,
die Augen voller Tränen.
Mann weint nicht, niemals!
Wäre es doch nur so einfach,
dann stände ich im Leben.
Du blühende Blume, betörende Seele,
mitten im Alltag gepflückt.
Wie sehr ich Dich doch vermisse!
Ich stehe alleine an Deinem Grabe,
ein Leben ohne Dich, das geht nicht!
© Bernard Bonvivant
Vorsicht Elefantenkuh!
Vorsicht Elefantenkuh!
Eine Elefantenkuh auf der Suche nach Essbarem.
Elefanten müssen viel essen damit sie groß und stark bleiben.
Das ist völlig normal und natürlich will da schon einmal die Nahrung der Nachbarin und sei es nur eine Handtasche verkostet werden.
Tja, vor so einem großen Tier sollte schon ein respektvoller Abstand eingehalten werden, ansonsten wird es halt ein wenig natürlich zu gehen.
Wie Frauen eben so sind, wollte die Elefantenkuh unbedingt die Handtasche einer anderen Frau haben.
Statt sich selbst eine Handtasche zu kaufen, hat die Elefantenkuh einfach der Frau die Tasche abgenommen.
Natürlich hat sich die Frau gewehrt, aber am Ende gewinnen solche Zweikämpfe immer die von Natur aus Stärkeren.
Die Elefantenkuh hat sich dann zur Belohnung die Handtasche einverleibt.
Wussten Sie das Elefanten Handtaschen fressen?
Ich dachte immer die leben von Grünzeug! So kann man sich im Leben irren.
Am Ende hat die Elefantenkuh wenigstens die Autoschlüssel wieder ausgespuckt, die haben ihr wohl nicht gemundet.
Also: Vorsicht vor Elefantenkühen, die können auch ganz anders.
Das ist fast wie im wahren Leben.
© Bernard Bonvivant
Eine Elefantenkuh auf der Suche nach Essbarem.
Elefanten müssen viel essen damit sie groß und stark bleiben.
Das ist völlig normal und natürlich will da schon einmal die Nahrung der Nachbarin und sei es nur eine Handtasche verkostet werden.
Tja, vor so einem großen Tier sollte schon ein respektvoller Abstand eingehalten werden, ansonsten wird es halt ein wenig natürlich zu gehen.
Wie Frauen eben so sind, wollte die Elefantenkuh unbedingt die Handtasche einer anderen Frau haben.
Statt sich selbst eine Handtasche zu kaufen, hat die Elefantenkuh einfach der Frau die Tasche abgenommen.
Natürlich hat sich die Frau gewehrt, aber am Ende gewinnen solche Zweikämpfe immer die von Natur aus Stärkeren.
Die Elefantenkuh hat sich dann zur Belohnung die Handtasche einverleibt.
Wussten Sie das Elefanten Handtaschen fressen?
Ich dachte immer die leben von Grünzeug! So kann man sich im Leben irren.
Am Ende hat die Elefantenkuh wenigstens die Autoschlüssel wieder ausgespuckt, die haben ihr wohl nicht gemundet.
Also: Vorsicht vor Elefantenkühen, die können auch ganz anders.
Das ist fast wie im wahren Leben.
© Bernard Bonvivant
Der letzte Schrei: Schallplatte aus Asche!
Der letzte Schrei: Schallplatte aus Asche!
Die Engländer sind bekannt für ihre ausgefallenen Ideen.
Der letzte Schrei: „Asche von Toten auf LP“
Damit auch ein anständiger Ton herrscht, wird das Vinyl mit Musik
bespielt.
Der ganze Spaß kostet um die 2.500 Euro.
Übrigens dafür gibt es auch ein Plattencover mit Foto oder
Todesanzeige, eben wie es den Verstorbenen gefallen mag.
© Bernard Bonvivant
Die Engländer sind bekannt für ihre ausgefallenen Ideen.
Der letzte Schrei: „Asche von Toten auf LP“
Damit auch ein anständiger Ton herrscht, wird das Vinyl mit Musik
bespielt.
Der ganze Spaß kostet um die 2.500 Euro.
Übrigens dafür gibt es auch ein Plattencover mit Foto oder
Todesanzeige, eben wie es den Verstorbenen gefallen mag.
© Bernard Bonvivant
Montag, 30. August 2010
Was wäre Deutschland ......
Was wäre Deutschland ohne ……
…… seine unterschiedlichen Bevölkerungen, Kulturen, Glaubens- und Lebensansichten?
Deutschland gewinnt nach 16 Jahren wieder einen „Grand Prix der Volksmusik“.
Belsy Demetz und Florian Fasl gewinnen mit einem zum Thema passenden Titel:
„I hab Di gern“
Belsy Demetz kommt aus Indien und wird als Baby von Eltern in Südtirol adoptiert.
Jetzt holt Sie gemeinsam mit dem Niederbayern Fesl den Titel nach Deutschland.
Ich bin kein großer Fan der Volksmusik und doch freue ich mich, für die Freunde, Fans, Liebhaber und Musiker, der Volksmusik.
Etwas Besseres konnte Deutschland in der gegenwärtigen Zeit jedoch nicht passieren.
Während die Medienküche kocht und brodelt in einer unappetitlichen Kreation, spielt die Musik die Wahrheit an den Tag.
Deutschland braucht seine ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in allen Lebensbereichen.
Die Besserwisser, Populisten und Ego-Werbetrommler wären gut beraten, sich für die Integration in die Gesellschaft einzusetzen.
Leider glauben immer noch Menschen Integration sei eine Einbahnstraße.
© Bernard Bonvivant
…… seine unterschiedlichen Bevölkerungen, Kulturen, Glaubens- und Lebensansichten?
Deutschland gewinnt nach 16 Jahren wieder einen „Grand Prix der Volksmusik“.
Belsy Demetz und Florian Fasl gewinnen mit einem zum Thema passenden Titel:
„I hab Di gern“
Belsy Demetz kommt aus Indien und wird als Baby von Eltern in Südtirol adoptiert.
Jetzt holt Sie gemeinsam mit dem Niederbayern Fesl den Titel nach Deutschland.
Ich bin kein großer Fan der Volksmusik und doch freue ich mich, für die Freunde, Fans, Liebhaber und Musiker, der Volksmusik.
Etwas Besseres konnte Deutschland in der gegenwärtigen Zeit jedoch nicht passieren.
Während die Medienküche kocht und brodelt in einer unappetitlichen Kreation, spielt die Musik die Wahrheit an den Tag.
Deutschland braucht seine ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in allen Lebensbereichen.
Die Besserwisser, Populisten und Ego-Werbetrommler wären gut beraten, sich für die Integration in die Gesellschaft einzusetzen.
Leider glauben immer noch Menschen Integration sei eine Einbahnstraße.
© Bernard Bonvivant
Ist Migräne bald kein Thema mehr?
Ist Migräne bald kein Thema mehr?
Forscher machen Millionen Migräne Patienten Hoffnung.
Es wurde eine Genvariante entdeckt, welche das Migräne Risiko der Betroffenen erhöht.
Damit bestehen neue Möglichkeiten für die Entwicklung entsprechender Medikamente.
Immerhin leiden in Europa, jede sechste Frau und jeder zwölfte Mann, unter Migräneattacken.
P. S. Woher die Experten das immer nur so genau wissen.
B.B.
Forscher machen Millionen Migräne Patienten Hoffnung.
Es wurde eine Genvariante entdeckt, welche das Migräne Risiko der Betroffenen erhöht.
Damit bestehen neue Möglichkeiten für die Entwicklung entsprechender Medikamente.
Immerhin leiden in Europa, jede sechste Frau und jeder zwölfte Mann, unter Migräneattacken.
P. S. Woher die Experten das immer nur so genau wissen.
B.B.
Sonntag, 29. August 2010
Luftgitarre?
Können Sie auch Luftgitarre spielen?
Ich nicht!
Der Franzose mit dem Künstlername Gunther Love, kann es dagegen offenbar sehr gut. Er hat erfolgreich seinen Weltmeistertitel auf der Luftgitarre verteidigt.
Immerhin haben rund 7.000 Zuschauer das Spektakel auf dem Marktplatz der finnischen Stadt Oulu verfolgt.
Der Weltmeister kann übrigens zu Hause mit einer echten Gitarre üben, die bekam er am Ende als Belohnung für seine Luftübungen. Es handelt sich dabei um eine handgefertigte Rockgitarre aus Finnland mit dem tollen Namen „Flying Finn“ in deutscher Übersetzung „Fliegender Finne“.
Vielleicht wollen die Finnen den nächsten Luftgitarre Weltmeister stellen.
Für sportliche Menschen ist es ein Versuch wert, einfach Mal vor dem Spiegel üben. Dabei mit den Händen und natürlich vollem Oberkörpereinsatz in der Luft herumfuchteln, um nebenbei an Körperumfang abzunehmen.
Das wäre doch die Idee zu einem neuen Abspecktrend Sport Event in den eigenen vier Wänden und dieser Sport ist sozusagen allwettertauglich.
© Bernard Bonvivant
Ich nicht!
Der Franzose mit dem Künstlername Gunther Love, kann es dagegen offenbar sehr gut. Er hat erfolgreich seinen Weltmeistertitel auf der Luftgitarre verteidigt.
Immerhin haben rund 7.000 Zuschauer das Spektakel auf dem Marktplatz der finnischen Stadt Oulu verfolgt.
Der Weltmeister kann übrigens zu Hause mit einer echten Gitarre üben, die bekam er am Ende als Belohnung für seine Luftübungen. Es handelt sich dabei um eine handgefertigte Rockgitarre aus Finnland mit dem tollen Namen „Flying Finn“ in deutscher Übersetzung „Fliegender Finne“.
Vielleicht wollen die Finnen den nächsten Luftgitarre Weltmeister stellen.
Für sportliche Menschen ist es ein Versuch wert, einfach Mal vor dem Spiegel üben. Dabei mit den Händen und natürlich vollem Oberkörpereinsatz in der Luft herumfuchteln, um nebenbei an Körperumfang abzunehmen.
Das wäre doch die Idee zu einem neuen Abspecktrend Sport Event in den eigenen vier Wänden und dieser Sport ist sozusagen allwettertauglich.
© Bernard Bonvivant
Freegans - Das Leben aus der Mülltonne
Freegans – Das Leben aus der Mülltonne
In dieser Nacht erlebe ich zum ersten Mal ein anderes Leben. Ich kenne die Tristesse der Plattenbausiedlungen in Berlin Mitte. Jene Kinder, die am Morgen vor die Tür gestellt werden, um in die Schule oder den Kindergarten zu gehen und danach als Schlüsselkinder für den Rest des Tages auf sich selbst angewiesen sind. In vielen Familien reicht das Geld nicht einmal für eine vernünftige Ernährung für diese Kinder aus. Wer Glück hat, bekommt am Mittag eine warme Suppe von der Tafel oder der Heilsarmee. Dieser Teil des Lebens ist längstens bekannt und beschrieben.
Während des Treppenabstiegs aus dem fünften Stock beschäftigen mich tausend Gedanken. Auf der Straße stehe ich und warte auf mein Taxi und dabei denke ich an Parallelwelten. Gibt es die Möglichkeit zwischen diesen Parallelwelten als Betrachter zu verweilen? Vielleicht selbst zwischen ihnen zu wandern, so wie es möglich ist Rollen zu spielen, muss es doch auch möglich sein, gleichzeitig in mehreren Ebenen zugleich zu leben. Das Taxi hält vor mir an und der Fahrer grinst mir freundlich entgegen. Kein Wunder irgendwie gelingt es ihm häufiger, mich durch diese Stadt zu fahren.
Ich steige ein und lehne mich im Sitz zurück. Der Fahrer schaut mich kurz an. „Okay! Ich tippe auf Wannensee.“ Ich schaue ihn verwundert an. „Warum soll ich jetzt an den Wannensee?“ Der Fahrer nickt zustimmend. „Wannensee, ich sehe es in ihren Augen. Sie wollen ihre Ruhe haben.“
Ich versuche meine Überraschung zu verbergen. „ Sind Sie Hellseher?“
„Nein! Ich bin ein Menschenkenner.“ Ich lache. „Ach, so! Wenn es so ist, dann fahren Sie mich eben zum Wannensee. Ich werde eine Kleinigkeit essen. Anschließend benutze ich die nahe gelegene Station um mit der S und U Bahn ein wenig durch die Stadt zu fahren.“
Der Taxifahrer schüttelt missbilligend den Kopf. „ Lesen Sie keine Tageszeitung?Es passiert immer mehr in dieser Stadt, also ich würde mir dieses Vorhaben gut überlegen. Es gibt sogar Mädchenbanden, die über harmlose Leute herfallen.“ Jetzt macht er mir doch ein wenig Angst. „Ich werde darüber nachdenken.“
Am Busbahnhof Wannensee verlasse ich das Taxi und gehe hinüber zum See. Es ist ein stiller und ruhiger Abend. Ich setzte mich auf eine Bank und lasse das Szenario auf mich einwirken. Eine Bank weiter sitzt ein Paar. Einige Zeit später sitze ich in einem Restaurant und speise zu Abend. Das Restaurant ist gut besucht und dementsprechend hoch der Lärmpegel. Irgendwann finde ich es zu laut. Nach einem Kaffee zum Abschluss meines Essen stehe ich vor der Tür und genieße die ersten Anzeichen des Frühlings. Mein Blick wandert von der Ampelanlage zum Busbahnhof und dort sehe ich merkwürdige Gestalten. Es scheint als würden diese Leute etwas suchen.
Andere Passanten schauen nicht einmal hin, sie gehen einfach weiter. Ein Schriftsteller wie ich, der fühlt sich schnell inspiriert und seine Neugier ist geweckt. Ohne die geringste Scheu nähere ich mich dem Treiben. Ich entdecke gleich fünf Personen, welche ungeniert im Abfall wühlen. In meinem Kopf scheibe ich bereits eine Geschichte über Menschen, die von Abfall leben. Mein geistiges Auge spukt mir Bilder aus allen Ländern und Müllkippen dieser Welt hervor. Dabei verliere ich die Aufmerksamkeit zur Gegenwart und pralle prompt gegen eine Person. Die Person fällt um und ich werde schlagartig wieder in die Jetztzeit versetzt.
Meine Augen wandern hinab zum Boden, dort sitzt ein blondes Wesen mit langen Haaren. Auf dem Bürgersteig liegt eine Mütze und daneben liegen zwei Taschen. Das weibliche Wesen sitzt mit dem Hinterteil auf dem Bürgersteig und zwei funkelnde Katzenaugen leuchten gefährlich auf.
Zu meinem großen Glück können diese Blicke nicht töten, könnten sie es, so wäre es um mein Leben schlecht bestellt. Was man von mir hält, erfahre ich gleich aus berufenem Munde.
„Hast du alter Knacker eigentlich Tomaten auf deinen Augen? Du bist wohl blind! Du trübe arrogante Tasse!“
So hat mich in der Tat bis dato noch niemand benannt. Irgendwie fühle ich mich geehrt. Um mich herum ist Aufbruchsstimmung. Vier Männlein hauen mit ihren prallgefüllten Taschen ab. Ich reiche meine Hand der jungen Frau und helfe ihr auf die Beine.
Unterdessen ist die Wahrnehmung eines Blaulichtes kein falscher Sinneseindruck meinerseits sonder leider absolute Gewissheit. Wenige Augenblicke später hält ein Polizeiwagen neben uns und zwei Beamte steigen aus. Natürlich haben die beiden Polizisten nichts Besseres zu tun, als uns zu befragen.
Wo wir doch ganz unschuldig sind und außerdem auch Nichts angestellt haben. Ich erkläre den Beamten die Situation, meine Freundin sei ausgerutscht auf einer Bananenschale. Mein Auftritt überzeugt die Beamten und es werden keine weiteren Fragen gestellt. Eine lautstarke Auseinandersetzung zwischen zwei Betrunkenen lässt die Beamten das Interesse an uns ohnehin verlieren. Sie gehen zu dem Konflikt um ihn zu lösen.
Das blonde Gift neben mir schlägt nun eine andere Tonart an. „Danke, hätte nicht gedacht, dass Sie so freundlich sein können. Immerhin wäre es einfacher gewesen, mich zu verraten.“ Sie schüttelt ihre lange Mähne, um sie anschließend unter ihrer Mütze zu verstecken.
„Vielleicht interessiere ich mich für ihre Geschichte.“ Sie schaut mich erstaunt an. „Meine Geschichte? Bist du etwa so etwas wie ein Reporter?“ „Nein! Ich bin Schriftsteller, lebe in Berlin seit der Trennung von meiner Frau. Ich habe dringend Luftveränderung gebraucht.“
Sie reicht mir die Hand. „Mein Name ist Simone, von Beruf bin ich promovierte Biologin. Ich arbeite für ein Forschungsinstitut.“ Ich schüttele ein wenig verlegen ihre Hand. „Mein Name ist Wolfgang Niedlich.“ Sie lächelt. „ Keine Angst, ich trage Handschuhe bei der Arbeit.“ Ich atme erleichtert auf.
„Sie wühlen im Müll, ich frage mich weshalb?“ „Trinken wir einen Kaffee zusammen?“ „Gerne, ich lade Sie natürlich ein.“ „ Das erwarte ich auch, nachdem Sie mich umgeworfen haben.“ Wir gehen zu einem Italiener und setzen uns in eine ruhige Ecke.
Sie lächelt mich an und sagt leise. „ Warum ich das tue? Schon einmal was von einer kapitalistischen Gesellschaft im Überfluss gehört. Täglich werden Unmengen an Nahrungsmittel einfach weggeworfen. Das ist eine Schande! Ich bin ein Freegans und ich bin Veganer. In diesem ganzen System interessieren mich nicht der Kaviar oder die anderen Delikatessen, die sie einfach so wegwerfen. Was ich mache, ist Kult eine klare Protestnote an eine untergehende Gesellschaft. Das können Sie ruhig mit dem Untergang des Römischen Reiches vergleichen. Gib dem Volk Brot und Spiele und der Rest ist ihm egal.“
Simone trinkt ihren Kaffee und ich schaue ihr verwundert zu. „Du glaubst doch nicht wirklich mit dieser Aktion etwas zu erreichen.“
„Oh doch mein Freund, wir werden immer mehr.“
„Das kann viele Gründe haben, einer davon ist sicher diese Weltwirtschaftskrise. In Amerika gibt es immer mehr Menschen, welche in Zelten leben. Müllsammler hat es zu allen Zeiten gegeben.“
Simon entrüstet sich. „ Wir sind keine Müllsammler! Wir sind Freegans! Ich habe eine Arbeit und ich bin Veganer. Ich bin frei! Verstehst du?“
„Das mag schon sein, Simone, nur ich werde nie ein weggeworfenes Lebensmittel aus dem Müll essen.“
Simone erregt sich und haut mit der flachen Hand auf den Tisch.
„Du kommst jetzt mit, dich werde ich eine andere Sicht lehren. Also auf, komm.“ Sie steht bereits und ich werfe einen Geldschein auf den Tisch. Um anschließend dieser Frau hinterher zu eilen, mich selbst fragend, wie blöd bin ich eigentlich.
Die Antwort gebe ich mir spätestens an der nächsten Abfallstelle selbst. Wir stehen im Hinterhof eines Gemüseladens und irgendwie ist mir mulmig. Hoffentlich geht diese Aktion gut. Eine vorüberhuschende Ratte fördert nicht gerade meine Begeisterung. Während ich dem Tier hinterher starre, angelt Simone wacker in ihrer Paradiestonne.
Kopfschüttelnd halte ich nun ein wenig Abstand, wer weiß, was da noch plötzlich alles aus der Tonne entsteigt. Meine Verwunderung aber ist tatsächlich nicht gespielt, als ich ihre Beute begutachte. Die Tomaten sehen einwandfrei aus, den Broccoli hätte ich ohne Wimpernzucken im Geschäft gekauft und selbst die Äpfel und Birnen setzen mich in leichte Verwunderung.
Wir grasen noch drei Plätze ab und am Ende unseres Spazierganges habe ich eine veränderte Sicht der Dinge. Simone hatte recht, als sie meinte, sie zeige mir eine Lehrstunde auf. Angesichts dieser Ausbeute kommen mir nun selbst Zweifel über diese Form der Wegwerfgesellschaft.
© Bernard Bonvivant
Autor des Romans "Das Chaos"
In dieser Nacht erlebe ich zum ersten Mal ein anderes Leben. Ich kenne die Tristesse der Plattenbausiedlungen in Berlin Mitte. Jene Kinder, die am Morgen vor die Tür gestellt werden, um in die Schule oder den Kindergarten zu gehen und danach als Schlüsselkinder für den Rest des Tages auf sich selbst angewiesen sind. In vielen Familien reicht das Geld nicht einmal für eine vernünftige Ernährung für diese Kinder aus. Wer Glück hat, bekommt am Mittag eine warme Suppe von der Tafel oder der Heilsarmee. Dieser Teil des Lebens ist längstens bekannt und beschrieben.
Während des Treppenabstiegs aus dem fünften Stock beschäftigen mich tausend Gedanken. Auf der Straße stehe ich und warte auf mein Taxi und dabei denke ich an Parallelwelten. Gibt es die Möglichkeit zwischen diesen Parallelwelten als Betrachter zu verweilen? Vielleicht selbst zwischen ihnen zu wandern, so wie es möglich ist Rollen zu spielen, muss es doch auch möglich sein, gleichzeitig in mehreren Ebenen zugleich zu leben. Das Taxi hält vor mir an und der Fahrer grinst mir freundlich entgegen. Kein Wunder irgendwie gelingt es ihm häufiger, mich durch diese Stadt zu fahren.
Ich steige ein und lehne mich im Sitz zurück. Der Fahrer schaut mich kurz an. „Okay! Ich tippe auf Wannensee.“ Ich schaue ihn verwundert an. „Warum soll ich jetzt an den Wannensee?“ Der Fahrer nickt zustimmend. „Wannensee, ich sehe es in ihren Augen. Sie wollen ihre Ruhe haben.“
Ich versuche meine Überraschung zu verbergen. „ Sind Sie Hellseher?“
„Nein! Ich bin ein Menschenkenner.“ Ich lache. „Ach, so! Wenn es so ist, dann fahren Sie mich eben zum Wannensee. Ich werde eine Kleinigkeit essen. Anschließend benutze ich die nahe gelegene Station um mit der S und U Bahn ein wenig durch die Stadt zu fahren.“
Der Taxifahrer schüttelt missbilligend den Kopf. „ Lesen Sie keine Tageszeitung?Es passiert immer mehr in dieser Stadt, also ich würde mir dieses Vorhaben gut überlegen. Es gibt sogar Mädchenbanden, die über harmlose Leute herfallen.“ Jetzt macht er mir doch ein wenig Angst. „Ich werde darüber nachdenken.“
Am Busbahnhof Wannensee verlasse ich das Taxi und gehe hinüber zum See. Es ist ein stiller und ruhiger Abend. Ich setzte mich auf eine Bank und lasse das Szenario auf mich einwirken. Eine Bank weiter sitzt ein Paar. Einige Zeit später sitze ich in einem Restaurant und speise zu Abend. Das Restaurant ist gut besucht und dementsprechend hoch der Lärmpegel. Irgendwann finde ich es zu laut. Nach einem Kaffee zum Abschluss meines Essen stehe ich vor der Tür und genieße die ersten Anzeichen des Frühlings. Mein Blick wandert von der Ampelanlage zum Busbahnhof und dort sehe ich merkwürdige Gestalten. Es scheint als würden diese Leute etwas suchen.
Andere Passanten schauen nicht einmal hin, sie gehen einfach weiter. Ein Schriftsteller wie ich, der fühlt sich schnell inspiriert und seine Neugier ist geweckt. Ohne die geringste Scheu nähere ich mich dem Treiben. Ich entdecke gleich fünf Personen, welche ungeniert im Abfall wühlen. In meinem Kopf scheibe ich bereits eine Geschichte über Menschen, die von Abfall leben. Mein geistiges Auge spukt mir Bilder aus allen Ländern und Müllkippen dieser Welt hervor. Dabei verliere ich die Aufmerksamkeit zur Gegenwart und pralle prompt gegen eine Person. Die Person fällt um und ich werde schlagartig wieder in die Jetztzeit versetzt.
Meine Augen wandern hinab zum Boden, dort sitzt ein blondes Wesen mit langen Haaren. Auf dem Bürgersteig liegt eine Mütze und daneben liegen zwei Taschen. Das weibliche Wesen sitzt mit dem Hinterteil auf dem Bürgersteig und zwei funkelnde Katzenaugen leuchten gefährlich auf.
Zu meinem großen Glück können diese Blicke nicht töten, könnten sie es, so wäre es um mein Leben schlecht bestellt. Was man von mir hält, erfahre ich gleich aus berufenem Munde.
„Hast du alter Knacker eigentlich Tomaten auf deinen Augen? Du bist wohl blind! Du trübe arrogante Tasse!“
So hat mich in der Tat bis dato noch niemand benannt. Irgendwie fühle ich mich geehrt. Um mich herum ist Aufbruchsstimmung. Vier Männlein hauen mit ihren prallgefüllten Taschen ab. Ich reiche meine Hand der jungen Frau und helfe ihr auf die Beine.
Unterdessen ist die Wahrnehmung eines Blaulichtes kein falscher Sinneseindruck meinerseits sonder leider absolute Gewissheit. Wenige Augenblicke später hält ein Polizeiwagen neben uns und zwei Beamte steigen aus. Natürlich haben die beiden Polizisten nichts Besseres zu tun, als uns zu befragen.
Wo wir doch ganz unschuldig sind und außerdem auch Nichts angestellt haben. Ich erkläre den Beamten die Situation, meine Freundin sei ausgerutscht auf einer Bananenschale. Mein Auftritt überzeugt die Beamten und es werden keine weiteren Fragen gestellt. Eine lautstarke Auseinandersetzung zwischen zwei Betrunkenen lässt die Beamten das Interesse an uns ohnehin verlieren. Sie gehen zu dem Konflikt um ihn zu lösen.
Das blonde Gift neben mir schlägt nun eine andere Tonart an. „Danke, hätte nicht gedacht, dass Sie so freundlich sein können. Immerhin wäre es einfacher gewesen, mich zu verraten.“ Sie schüttelt ihre lange Mähne, um sie anschließend unter ihrer Mütze zu verstecken.
„Vielleicht interessiere ich mich für ihre Geschichte.“ Sie schaut mich erstaunt an. „Meine Geschichte? Bist du etwa so etwas wie ein Reporter?“ „Nein! Ich bin Schriftsteller, lebe in Berlin seit der Trennung von meiner Frau. Ich habe dringend Luftveränderung gebraucht.“
Sie reicht mir die Hand. „Mein Name ist Simone, von Beruf bin ich promovierte Biologin. Ich arbeite für ein Forschungsinstitut.“ Ich schüttele ein wenig verlegen ihre Hand. „Mein Name ist Wolfgang Niedlich.“ Sie lächelt. „ Keine Angst, ich trage Handschuhe bei der Arbeit.“ Ich atme erleichtert auf.
„Sie wühlen im Müll, ich frage mich weshalb?“ „Trinken wir einen Kaffee zusammen?“ „Gerne, ich lade Sie natürlich ein.“ „ Das erwarte ich auch, nachdem Sie mich umgeworfen haben.“ Wir gehen zu einem Italiener und setzen uns in eine ruhige Ecke.
Sie lächelt mich an und sagt leise. „ Warum ich das tue? Schon einmal was von einer kapitalistischen Gesellschaft im Überfluss gehört. Täglich werden Unmengen an Nahrungsmittel einfach weggeworfen. Das ist eine Schande! Ich bin ein Freegans und ich bin Veganer. In diesem ganzen System interessieren mich nicht der Kaviar oder die anderen Delikatessen, die sie einfach so wegwerfen. Was ich mache, ist Kult eine klare Protestnote an eine untergehende Gesellschaft. Das können Sie ruhig mit dem Untergang des Römischen Reiches vergleichen. Gib dem Volk Brot und Spiele und der Rest ist ihm egal.“
Simone trinkt ihren Kaffee und ich schaue ihr verwundert zu. „Du glaubst doch nicht wirklich mit dieser Aktion etwas zu erreichen.“
„Oh doch mein Freund, wir werden immer mehr.“
„Das kann viele Gründe haben, einer davon ist sicher diese Weltwirtschaftskrise. In Amerika gibt es immer mehr Menschen, welche in Zelten leben. Müllsammler hat es zu allen Zeiten gegeben.“
Simon entrüstet sich. „ Wir sind keine Müllsammler! Wir sind Freegans! Ich habe eine Arbeit und ich bin Veganer. Ich bin frei! Verstehst du?“
„Das mag schon sein, Simone, nur ich werde nie ein weggeworfenes Lebensmittel aus dem Müll essen.“
Simone erregt sich und haut mit der flachen Hand auf den Tisch.
„Du kommst jetzt mit, dich werde ich eine andere Sicht lehren. Also auf, komm.“ Sie steht bereits und ich werfe einen Geldschein auf den Tisch. Um anschließend dieser Frau hinterher zu eilen, mich selbst fragend, wie blöd bin ich eigentlich.
Die Antwort gebe ich mir spätestens an der nächsten Abfallstelle selbst. Wir stehen im Hinterhof eines Gemüseladens und irgendwie ist mir mulmig. Hoffentlich geht diese Aktion gut. Eine vorüberhuschende Ratte fördert nicht gerade meine Begeisterung. Während ich dem Tier hinterher starre, angelt Simone wacker in ihrer Paradiestonne.
Kopfschüttelnd halte ich nun ein wenig Abstand, wer weiß, was da noch plötzlich alles aus der Tonne entsteigt. Meine Verwunderung aber ist tatsächlich nicht gespielt, als ich ihre Beute begutachte. Die Tomaten sehen einwandfrei aus, den Broccoli hätte ich ohne Wimpernzucken im Geschäft gekauft und selbst die Äpfel und Birnen setzen mich in leichte Verwunderung.
Wir grasen noch drei Plätze ab und am Ende unseres Spazierganges habe ich eine veränderte Sicht der Dinge. Simone hatte recht, als sie meinte, sie zeige mir eine Lehrstunde auf. Angesichts dieser Ausbeute kommen mir nun selbst Zweifel über diese Form der Wegwerfgesellschaft.
© Bernard Bonvivant
Autor des Romans "Das Chaos"
Das Thema Schule ein Dauerbrenner?
Das Thema Schule ein Dauerbrenner?
Deutschland:
Eine Lehrerin möchte ihre miese Bewertung im Internet löschen lassen.
Was haben sich die Schülerinnen und Schüler dabei bloß gedacht?
Natürlich hat der Mensch ein Persönlichkeitsrecht, nur solches gilt
bekanntlich für alle Menschen.
Deutschland:
Der Vorname hat Einfluss auf die Schulnote. Kaum zu glauben aber
nach einer wissenschaftlichen Studie mit Lehrern scheint an der Geschichte
etwas dran zu sein.
Jetzt ist alles klar! Warum haben meine Eltern bloß den falschen Vornamen
für mich ausgesucht?
Westaustralien:
In Australien ist eine Lehrerin tatsächlich auf die kluge Idee gekommen ihren
Schülern eine sehr interessante Hausaufgabe zu stellen:
Die Schüler sollten sich vorstellen, ein Terrorist zu sein und einen Anschlag mit
biologischen Waffen auf eine Gemeinde zu verüben.
Schon Mal was von Amoklauf gehört?
In dem Fall waren es wohl die Gedanken einer Lehrerin.
Zum Glück hat der Schuldirektor die Aufgabe aus dem Verkehr gezogen.
Bleibt zu hoffen die Lehrerin bekommt jetzt eine Menge Zeit zum Nachdenken.
Deutschland:
Eine Lehrerin möchte ihre miese Bewertung im Internet löschen lassen.
Was haben sich die Schülerinnen und Schüler dabei bloß gedacht?
Natürlich hat der Mensch ein Persönlichkeitsrecht, nur solches gilt
bekanntlich für alle Menschen.
Deutschland:
Der Vorname hat Einfluss auf die Schulnote. Kaum zu glauben aber
nach einer wissenschaftlichen Studie mit Lehrern scheint an der Geschichte
etwas dran zu sein.
Jetzt ist alles klar! Warum haben meine Eltern bloß den falschen Vornamen
für mich ausgesucht?
Westaustralien:
In Australien ist eine Lehrerin tatsächlich auf die kluge Idee gekommen ihren
Schülern eine sehr interessante Hausaufgabe zu stellen:
Die Schüler sollten sich vorstellen, ein Terrorist zu sein und einen Anschlag mit
biologischen Waffen auf eine Gemeinde zu verüben.
Schon Mal was von Amoklauf gehört?
In dem Fall waren es wohl die Gedanken einer Lehrerin.
Zum Glück hat der Schuldirektor die Aufgabe aus dem Verkehr gezogen.
Bleibt zu hoffen die Lehrerin bekommt jetzt eine Menge Zeit zum Nachdenken.
Rodung der Regenwälder geht zurück
Rodung der Regenwälder geht zurück.
Auf den ersten Blick eine erfreuliche Nachricht, bei näherer Hinsicht eine nachdenklich stimmende Information. Das illegale Abholzen der tropischen Regenwälder geht zurück.
Ob damit insgesamt die Rodung der Regenwälder zurückgeht?
Immerhin handelt es sich um 17 Millionen Hektar. Das ist eine beachtliche Fläche und von der Größe in etwa so groß wie England.
Die Regenwälder bleiben aber ein Thema, diese Wälder gelten immerhin als die Lunge dieser Erde.
In den Regenwäldern gibt es eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren, deren Lebensraum ebenso bedroht ist wie am Ende auch die Existenz der Menschheit.
Experten schätzen den Geldbedarf durch die Umweltschäden weltweit mittlerweile in Billionenhöhe.
© Bernard Bonvivant
Auf den ersten Blick eine erfreuliche Nachricht, bei näherer Hinsicht eine nachdenklich stimmende Information. Das illegale Abholzen der tropischen Regenwälder geht zurück.
Ob damit insgesamt die Rodung der Regenwälder zurückgeht?
Immerhin handelt es sich um 17 Millionen Hektar. Das ist eine beachtliche Fläche und von der Größe in etwa so groß wie England.
Die Regenwälder bleiben aber ein Thema, diese Wälder gelten immerhin als die Lunge dieser Erde.
In den Regenwäldern gibt es eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren, deren Lebensraum ebenso bedroht ist wie am Ende auch die Existenz der Menschheit.
Experten schätzen den Geldbedarf durch die Umweltschäden weltweit mittlerweile in Billionenhöhe.
© Bernard Bonvivant
Texte von Bernard Bonvivant
Auf diesen Seiten finden Sie weitere Texte von Bernard Bonvivant:
http://esoterikwelt.blogspot.com/
http://esoterikwelt.blogspot.com/
http://bonvivant-literatur.blogspot.com/
http://bernardbonvivant.blogspot.com/
Bernard Bonvivant, Pietro Mercuri und Tedora heißen Sie herzlich Willkommen!
http://www.carookee.com/forum/Tedoras-Esoterik-Freunde
Tedora- kritische Esoterik Freunde- Spiritualität
Gemischte aktuelle Voraussagen- Prognosen-Prophezeiungen
http://esoterikwelt.blogspot.com/
http://esoterikwelt.blogspot.com/
http://bonvivant-literatur.blogspot.com/
http://bernardbonvivant.blogspot.com/
Bernard Bonvivant, Pietro Mercuri und Tedora heißen Sie herzlich Willkommen!
http://www.carookee.com/forum/Tedoras-Esoterik-Freunde
Tedora- kritische Esoterik Freunde- Spiritualität
Gemischte aktuelle Voraussagen- Prognosen-Prophezeiungen
Samstag, 28. August 2010
Was fehlt?
Was fehlt?
Du musst die Welt nehmen, wie sie ist,
sie zu ändern packst du alleine nicht.
Da kannst du stemmen und Muskeln machen,
sie werden dich allenfalls belachen.
Sie schnattern und sie kreischen,
würden sie sich selber hören;
dann würden sie erbleichen.
So aber machen sie munter weiter,
der nächste Unsinn kommt bestimmt.
Warum? Das ist der Lauf der Dinge.
Und wer trägt daran die Schuld?
Nur Mut, das wird sich auch noch finden.
© Bernard Bonvivant
Du musst die Welt nehmen, wie sie ist,
sie zu ändern packst du alleine nicht.
Da kannst du stemmen und Muskeln machen,
sie werden dich allenfalls belachen.
Sie schnattern und sie kreischen,
würden sie sich selber hören;
dann würden sie erbleichen.
So aber machen sie munter weiter,
der nächste Unsinn kommt bestimmt.
Warum? Das ist der Lauf der Dinge.
Und wer trägt daran die Schuld?
Nur Mut, das wird sich auch noch finden.
© Bernard Bonvivant
Oh, du goldener Osten
Im Osten geht die Sonne auf,
du wandelst durch blühende Landschaften.
Ein Narr, der es nicht sehen kann.
Was jammerst du noch alter Mann!
Im Osten geht die Sonne auf,
nimmt strahlend ihren Lauf.
Hinter neuen schönen einladenden Fassaden.
Warum ist bloß leer der Laden?
Im Osten geht die Sonne auf,
hier steht noch Aufschwung drauf.
Ein Narr wer glaubt es wäre Mogelpackung.
Es ist nur eine Frage der Betrachtung!
Im Osten geht die Sonne auf,
bringt ein Land endlich rauf.
Wen interessiert da schon die Armut,
schau es wird alles einfach nur gut.
Im Osten geht die Sonne auf,
die Luft ist noch nicht raus.
Dort geht noch was mit Steuern.
Wer nicht will, kann ja abheuern.
Im Osten geht die Sonne auf,
am Ende erhitzen sich die Gemüter.
Geht es wieder um der Reichen Güter?
Ihr da unten seit nur das Volk!
Im Osten geht die Sonne auf,
da wettet sogar der Kapitalist drauf!
Zinsen und Dividenden im Überfluss,
Jetzt ist aber endgültig Schluss!
Im Osten geht die Sonne auf,
erwärmt das Herz der Menschen,
kannst ruhig den Reichtum verschmerzen.
Was zählt ist das Mensch sein!
© Bernard Bonvivant
Im Osten geht die Sonne auf,
du wandelst durch blühende Landschaften.
Ein Narr, der es nicht sehen kann.
Was jammerst du noch alter Mann!
Im Osten geht die Sonne auf,
nimmt strahlend ihren Lauf.
Hinter neuen schönen einladenden Fassaden.
Warum ist bloß leer der Laden?
Im Osten geht die Sonne auf,
hier steht noch Aufschwung drauf.
Ein Narr wer glaubt es wäre Mogelpackung.
Es ist nur eine Frage der Betrachtung!
Im Osten geht die Sonne auf,
bringt ein Land endlich rauf.
Wen interessiert da schon die Armut,
schau es wird alles einfach nur gut.
Im Osten geht die Sonne auf,
die Luft ist noch nicht raus.
Dort geht noch was mit Steuern.
Wer nicht will, kann ja abheuern.
Im Osten geht die Sonne auf,
am Ende erhitzen sich die Gemüter.
Geht es wieder um der Reichen Güter?
Ihr da unten seit nur das Volk!
Im Osten geht die Sonne auf,
da wettet sogar der Kapitalist drauf!
Zinsen und Dividenden im Überfluss,
Jetzt ist aber endgültig Schluss!
Im Osten geht die Sonne auf,
erwärmt das Herz der Menschen,
kannst ruhig den Reichtum verschmerzen.
Was zählt ist das Mensch sein!
© Bernard Bonvivant
Abonnieren
Posts (Atom)