Der Tanz des Herbstes
Frau Luna schaut von oben zu, während die Sonne ihre wärmenden Strahlen längst anderswo verteilt. Der Alltagstrott beginnt sich, auf den kommenden Winter einzustellen. Im Kleiderschrank weichen die leichten Sommerklamotten der wärmenden Winterkleidung.
So mancher Gärtner spurtet durch seinen Garten zum letzten Herbstputz. Hier muss das Laub gesammelt werden, dort die Rosen zurückgeschnitten und das Gebüsch wird nicht verschont. Die Sommerstühle einmotten und andere Dinge festzurren, damit die windigen Gesellen nicht ihre Freude daran haben.
Die Lebenskünstler hingegen sind auf anderen Wegen, hier ein Bild einfangen, dort Kastanien sammeln an einem anderen Ort auf einer Bank sitzen und in aller Stille die Natur beobachten.
Der Herbst taucht die Natur in eine mythische Welt, voller Sagengestalten im Nebel und Bäume werden gar zu Riesen. So manches Herz klopft ängstlich schneller. Dann wieder zeigt sich ein Meer voller Wunder und so mancher findet tiefe Einsichten bei der Betrachtung dieses Spieles.
Blumen setzen ihre letzten Blüten an so als wollten sie sagen: „Seht nur, wir sind noch da!“ Das ist eine Farbenpracht, lässt manche Herzen glücklicher schlagen. Der prächtige Rausch der Farben ist der Beginn des Totentanzes voller Melancholie und doch verweilt darin auch die Lust und Sinnlichkeit am Leben.
Das ist der Lauf des Lebens, Sterben und Loslassen und Wiedergeburt zugleich. Die Natur verabschiedet sich mit ihrer schönsten Seite. Diese Zeit ist eine wunderbar geeignet, sich zu besinnen und in der Philosophie des Daseins zu vertiefen. Das ist nicht nur gut für das Leben, nein, es ist auch Balsam für die Seele.
Der Tanz des Herbstes lässt uns in Freude den Winter erwarten und die Hoffnung auf einen neuen wärmenden Sonnenstrahl im Leben.
© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany
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Samstag, 16. Oktober 2010
Dienstag, 5. Oktober 2010
Bunter Blätterregen
Bunter Blätterregen
Nun ist es wieder soweit,
der Winter naht im Sauseschritt.
Bevor sie geht, die schöne Zeit,
sie sich verschwenderisch neigt.
Die Natur zum Abschiedsball einlädt,
herausgeputzt in aller Farbenpracht.
Die Herbstsonne milde dazu lächelt.
Wer wohl jetzt den ersten Tanz wagt?
Herr Wind ist voller Ungeduld,
so fegt er über Berg und Tal,
bringt Schwung in dieses Bild.
Rüttelt und schüttelt wie wild.
Da heben und senken sich die Zweige,
da fliegt die bunte Schar dahin,
getragen vom Winde in die Höhe,
noch weiter hinauf, doch halt!
Es kommen immer mehr dazu,
ein wahrer Blätterregen,
senkt sich herab auf die Häupter
oder landet sanft auf den Wegen.
Welch´ schön anzuschauender Regen,
für die Herzen ein warmer Segen.
So lasset die Zeit nun doch gehen,
sich so durch die Lüfte verwehen.
© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany
Nun ist es wieder soweit,
der Winter naht im Sauseschritt.
Bevor sie geht, die schöne Zeit,
sie sich verschwenderisch neigt.
Die Natur zum Abschiedsball einlädt,
herausgeputzt in aller Farbenpracht.
Die Herbstsonne milde dazu lächelt.
Wer wohl jetzt den ersten Tanz wagt?
Herr Wind ist voller Ungeduld,
so fegt er über Berg und Tal,
bringt Schwung in dieses Bild.
Rüttelt und schüttelt wie wild.
Da heben und senken sich die Zweige,
da fliegt die bunte Schar dahin,
getragen vom Winde in die Höhe,
noch weiter hinauf, doch halt!
Es kommen immer mehr dazu,
ein wahrer Blätterregen,
senkt sich herab auf die Häupter
oder landet sanft auf den Wegen.
Welch´ schön anzuschauender Regen,
für die Herzen ein warmer Segen.
So lasset die Zeit nun doch gehen,
sich so durch die Lüfte verwehen.
© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany
Samstag, 2. Oktober 2010
Vereinsamt
Vereinsamt
Einst ein Wesen voller Stolz.
Jetzt verwandelt zu hartem Holz.
Das Herz ist längst erkaltet,
keine Liebe mehr dort waltet.
Verriegelt ist das mächtige Tor.
Hier spricht keine Seele mehr vor.
Nicht einmal mehr die kleine Maus
traut sich ungeniert in dieses Haus.
Die Fassade äußerlich verwittert
und die Bewohnerin scheint verbittert.
Das Fensterglas ist eher speckig,
die Gardinen sind einfach nur dreckig.
Auf einem Stuhl sitzt das alte Weib,
geifert und schreit aus vollem Leib.
Menschen mag sie absolut nicht
und auf keinen Fall das helle Licht.
Vereinsamt ist dieses menschliche Wesen,
solches wird man in der Zeitung lesen.
Einst wie eine Rose edel blühend,
voller Liebe und Leidenschaft glühend.
Dahin gewelkt, bald schon zu Eis gefrostet,
dass hat Sie die Freude am Leben gekostet.
Vereinsamt an einem traurigen Morgen
hat Sie sich befreit von allen Sorgen.
Dieses Schicksal muss nicht sein, denn jeder Mensch hat eine Chance. Lass das Leben zu, lass es in die stickigen Zimmer herein und du bist nicht mehr allein. Wer aber leidet in der Einsamkeit hat meist selbst sich dieses Schicksal auserkoren.
© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany
Autor des Romans „Das Chaos“
Einst ein Wesen voller Stolz.
Jetzt verwandelt zu hartem Holz.
Das Herz ist längst erkaltet,
keine Liebe mehr dort waltet.
Verriegelt ist das mächtige Tor.
Hier spricht keine Seele mehr vor.
Nicht einmal mehr die kleine Maus
traut sich ungeniert in dieses Haus.
Die Fassade äußerlich verwittert
und die Bewohnerin scheint verbittert.
Das Fensterglas ist eher speckig,
die Gardinen sind einfach nur dreckig.
Auf einem Stuhl sitzt das alte Weib,
geifert und schreit aus vollem Leib.
Menschen mag sie absolut nicht
und auf keinen Fall das helle Licht.
Vereinsamt ist dieses menschliche Wesen,
solches wird man in der Zeitung lesen.
Einst wie eine Rose edel blühend,
voller Liebe und Leidenschaft glühend.
Dahin gewelkt, bald schon zu Eis gefrostet,
dass hat Sie die Freude am Leben gekostet.
Vereinsamt an einem traurigen Morgen
hat Sie sich befreit von allen Sorgen.
Dieses Schicksal muss nicht sein, denn jeder Mensch hat eine Chance. Lass das Leben zu, lass es in die stickigen Zimmer herein und du bist nicht mehr allein. Wer aber leidet in der Einsamkeit hat meist selbst sich dieses Schicksal auserkoren.
© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany
Autor des Romans „Das Chaos“
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